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Staatsschuld.
Unterthanen hoben mußte, geht aus Friedrichs desGroßen Aeußerung darüber hervor; denn als dieserMonarch im Jahre 1754 eine Bildergollerie beiSanösouci anlegen wollte, und daher mehreren Perso-nen Aufträge gab, Werke berühmter Meister für ihnanzukaufen, so erhielt auch der Kaufmann Gotts-kowsky mehrere Aufträge dieser Art, unter andernauch ein Paar Gemälde von Raphael, wenn sie siehirgendwo auftreiben ließen, für ihn zu kaufen, jedochvorher erst Erkundigung über den Preis einzuziehen,auch sie auf seine, des Königs, Kosten gut verpackenach PotSdam zur Ansicht zu schicken; und GottS-kowsky dem Könige 1756 berichtete, daß sein Kor-respondent ein Gemälde von Raphael in Rom zumVerkaufe aufgefunden habe, daß aber der Bescher da-von es nicht außerhalb Rom zum Ansehen schickenwolle, sondern es solle in Rom darauf gehandelc wer-den; denn auch der König von Polen August derZweite habe schon 30,000 Dukaten darauf geboten,wofür man es aber nicht lassen wolle. So schrieb Frie-drich der Große darauf eigenhändig an GottS-kowöky: „Ich habe einen Raphael im Handel,der nicht so theuer ist, da erwarte ich erstlich AntwortDem Könige von Polen sieht frei für ein Tableau
(30,000) Dukaten zu bezahlen, und in Sachsm
für ^ (100,000) Kopfsteuer auszuschreiben; aber
das ist meine Methode nicht. Was ich bezahlen kannnach einem raisonnablen Preis, kaufe ich, aber wa§zu theuer ist, lasse ich dem Könige von Polen; dennGeld kann ichnichtmachen, und Jmposten aufzulegen,ist meine Sache nicht." Rechnet man nun noch,was der König für Einkünfte aus feiner Porzellan-Fabrik in Weissen zog, die damals die einzige Fabrikdieser Art in Europa war, und aus andern Regalien,so wird man sich um so weniger wundern, daß die bei-