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Staatsschuld.
den oben genannten Fürsten einen so großen Aufwandmachen konnten, ohne Staatsschulden zu machen;denn diejenigen Staatsschulden, welche August derDritte bei seiner Thronbesteigung vorfand, flössengrößtentheils aus dem siebenjährigen Kriege. Uebri-gens haben die Sächsischen Fürsten von jeher denRuhm, Alles für ihr Land gethan zu haben, um esblühend und aufgeklärt zu machen, und selbst dergroße Aufwand desKönigS Friedrich August desZweiten hat dem Lande nur Vortheil gebracht,da die Festlichkeiten aller Art eine große Anzahl Frem-den nach Dresden und Leipzig zogen, die ihr Geld da-selbst verzehrten. Auch wurden dadurch die Sächsi-schen Manufakturen und der Handel gehoben, eben soWissenschaften und Künste, besonders wurden dieLetzteren bedacht. Man kann rechnen, daß dieser Re-gent bei seiner Prachtliebe den bildenden und andernKünsten weit über 3 Millionen Rkhlr. gespendet hat;er und sein Sohn, König August der Dritte vonPolen, vervollständigten auch die Bildergallerie, dieüber 2 Millionen Rthlr. geschätzt wird. Die Kost-barkeiten des grünen Gewölbes werden über 14 Mil-lionen Rthlr. angeschlagen, und wie viele Millionenhaben nun nicht die andern Gegenstände des Luxusund des Vergnügens rc. gekostet? Es ging dadurchzwar viel Geld nach dem Auslande, besonders fürKunstwerke, seidene Stoffe rc.; allein der Geschmackdes Volkes wurde dadurch verfeinert und ausgebildet,Wissenschaften und Künste geschätzt und gepflegt, undManufakturen, Fabriken und Handel zum größerenFlore gebracht; auch viele vornehme und reiche Fami-lien, z. B. die Grafen Brühl,Haugwitz, Flem-ming,Kosel,Vitzthum, Hoym,Gerödorf,Schönberg rc. rc., worunter eö wenige gab, dienicht ein jährliches Einkommen von 30,000 Guldenbesaßen, wetteiferten untereinander im Aufwands zum
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