Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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228 Staatsschuld.

Nutzen der Wissenschaften und Künste, der Fabriken,Manufakturen und des Handels, und es ist daher nichtzu verwundern, wenn der Hof König AugustsdesZweiten, nach dem Französischen, als der glänzendstein Europa geschildert wurde. Vorzüglich aber istSachsen unter der langen Regierung des ersten Kö-nigs von Sachsen Friedrich August blühend ge-worden; denn dieser Monarch ließ es sein vorzüglich-stes Bestreben seyn, als Vater des Volks Alles hin-wegzuräumen, was dem Wohlstände desselben nach-theilig, dagegen Alles, was demselben förderlich seynkonnte, zu erheben; er schlug selbst die ihm angetrageneKrone von Polen aus, um sein Land nicht dieserhalbin einen Krieg zu verwickeln, und besten Wiederauf-blühen nach den benarbten Wunden, die ihm der sie-benjährige Krieg geschlagen, zu stören. Er tilgte dieStaatsschulden, verminderte dieAuflagen, setzte Preisezur Aufnahme des Ackerbaues und der Viehzucht aus,beförderte den Bergbau, brachte den durch den sieben-jährigen Krieg sehr gesunkenen Handel wieder in Auf-nahme, indem er Flüsse schiffbar machen, Kanäle gra-ben und Kunststraßen anlegen ließ; auch sorgte er be-sonders für die Aufnahme Leipzigs; er suchte die Ar-men, die noch arbeiten konnten, in seinem Lande zubeschäftigen, und unterstützte die Arbeitsunfähigen;kurz dieser Monarch verbreitete überall hin in seinemLande Ackerbau, Gewerbe und Handel, hob die Wis-senschaften und Künste durch reichliche Unterstützun-gen, sorgte für die Erziehung der Jugend, und würdenoch weit mehr gewirkt haben, wenn nicht der Krieggegen Frankreich, und dann die Verbindung mit Na-poleon gegen Rußland sein erfolgreiches Wirken sooft unterbrochen hätte. Ihm verdankt der Staathauptsächlich die Verbesserung des Finanzzustandesdurch eine weise eingeführte Sparsamkeit, wozu seinVater, der Churfürst Friedrich Christian, und