Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
Seite
284
JPEG-Download
 

284 Staatsschuld.

Rbkothlrn. nach dem Course des Tages ausbe-zahlt re. rc. —

Die Staatsschulden Schwedens, so wiedessen Finanzznstand haben sich in neuester Zeitunter dem Könige Karl Johann (Bernadotte)sehr verbessert, ja Erstere sind beinahe ganz getilgtworden, wozu der Frieden, eine weise Sparsamkeit desHofes, und die Aufmunterung und thätige Unter-stützung des Ackerbaues, der Gewerbe und des Han-dels das Ihrige beitragen. Der Finanzzustand diesesReiches aus den früheren Zeiten ist aus Mangel anQuellen nicht genau bekannt. Die Einkünfte derKrone wurden in älteren Zeiten allein aus demKron-ergenkhume oder den Kammergütern gehoben; da aberspäterhin viel davon veräußert worden, und sie daherzur Bestreitung des Hofhaltes nicht zureichend waren,so bewilligten die Reichsstände dem Könige gewisseRechte, Zehenken und Abgaben. König Gustavder Erste vermehrte die Krongüter beträchtlich durchdie Einziehung eines Theils der Kirchengüter; alleinLurch die Schenkungen und andere Veräußerungenseiner Nachfolger, besonders derKönigin Christina,wurden sie sehr vermindert. König Karl derEilfe zog sie wieder ein, nnd brachte die Einkünftehöher, als Einer seiner Vorfahren; allein in dem so-genannten Nordischen Kriege unter Karl demZwölften, der sich durch die ganze Regierung die-ses Königs hinzog, und nur mit seinem Tode endete,waren die Einkünfte der Krone dergestalt mit Schul-den beschwert worden, daß von ihrem Ertrage fastnichts für den Regenten übrig blieb. Nur der zwan-zigjährige Friede, der auf diese Kciegsepoche folgte,machte eö den Reichsständen möglich ein Ansehnlichesder Schuld zu tilgen, und die dadurch verstopfteQuelle der Einkünfte der Krone wieder zu öffnen.In der nach Karls des Zwöften Tode verändec-