Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
Seite
286
JPEG-Download
 

286

Staatsschuld.

Constitution des Reichs 200,000 Rthsr. Silbermünze,und die derKönigin 100,000 Rthlr. Der Kronprinz,Gustav der Dritte, hakte weiter keine Einkünfte,als die er aus seinem Fürstenkhume Eutin und demBisrhume Lübeck zog. Der Monarch hatte aber nochdie Einkünfte von seinen Deutschen Staaten, die nichtunbedeutend waren, jetzt aber alle an andere Mächteabgetreten worden sind, so daß Schweden in Deutsch-land nichts mehr besitzt. Eine große Beihülfe fürSchweden zur Verbesserung seines Finanzzustandernach dem Tode Karls d«e6 Zwölften waren dieSummen, die aus Hessen in das Reich während derRegierung Friedrichs, Erbprinzen von Hessen-Kas-sel, des Gemahls der Schwester des genannten KönigsUlrica Eleonora, flössen. — JmJahre1789wur-den die Reichseinkünfte durch neue Bewilligungender Stände auf etwas über 5,500,000 Rthlr. erhöhet.Beinahe in keinem Staate weder die Staatseinkünftevon den Schriftstellern so verschieden angegeben, alsin Schweden, welches wahrscheinlich in den vielenLänder. Verlusten seit der Regierung Karls desZwölften bis zur Regierung Gustavs desVi er-ten zu suchen ist, und dann auch in der Angabe derbald getrennten, bald zusammengeworfenen ordentlichenund außerordentlichen Abgaben. Ohne die schon obenangeführten Summen der Einkünfte Schwedens indem verwichenen Jahrhunderte hier weiter zu berüh-ren, die von 3 Millionen bis über 10 Millionen stei-gen, geben in dem ersten Jahrzehen dieses Jahrhun-derts Meusel undRühS, Ersterer die Einkünfte auf3,600,000, und Letzterer auf 6 Millionen Rthlr. an;allein nach einer zu Stockholm gedruckten officiellenDarstellung des Finanzzustandes in Schweden (S-politisches Journal, Septbr. 1809, S. 866—877.)betrugen die Einkünfte im Jahre 1808 3,083,341Reichsthaler 6 Schillinge. Die Einkünfte von Pom-