Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld. 299

bis 280 Millionen Rubel schätzte, und jetzt, unter demKaiser Nikolaus dem Ersten, sind sie gewiß nochhöher gestiegen. Wenn man gleich den Betrag derStaatseinkünfte aus Mangel an amtlichen Quellennicht mit Gewißheit angeben kann, so weiß man dochso viel aus sichern Angaben, daß die Kopf- und^Ge-tränksteuer allein jährlich 170 Millionen Rubel eintra-gen, wovon auf Moskwa 10 und auf Petersburg 6^Millionen Rubel fallen. Früher soll aus der Ein-nahme wenig in die Schatzkammer geflossen seyn, unddieses läßt sich auch für gewiß annehmen, wenn manden großen Aufwand berechnet, den die Land- undSeemacht, und dieCivil-Verwaltung kostet, und dann,was der Hof gebrauchte, der besonders glänzend unterder Kaiserin Katharina der Zweiten war, diemit der Pracht zugleich eine Freigebigkeit in AuSthei-lung von Geschenken von großem Werthe verband,und dadurch Wissenschaften und Künste in ihremLande auch heimisch machte. Es schien überhauptdas Prinzip der Herrscher Rußlands zu seyn, was dasLand giebt, auch wieder durch Aufwand aller Art indieselbe Kanäle zurückfließen zu lassen, und wenn auchviel Geld in das Ausland ging, so war es doch nichtverloren; denn durch die Einfuhr fremder Produkte,besonders des Luxus, wurde auch der Trieb in denRussen geweckt und auf die eigene Fabrikation gelei-tet, um das Geld mehr dem Lande zu erhalten, wo-von die neueste Zeit die Früchte so vielfach in diesemReiche ausweiset. Uebrigens läßt sich die Einnahmein diesem großen mit so verschiedenen Völkern besetz-ten Reiche schon darum nicht genau bestimmen, weilmehrere Völkerschaften ihren Tribut in Naturalienliefern, besonders in Pelzwerk und Hauten; und danndürfen die Einnehmer der Auflagen oder Abgabenden gemeinen Mann auch nicht zwingen, seine Kopf-steuer zu bestimmten Zeiten oder in einer »«zertrenn-