Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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310 Staatsschuld.

Industrie und Handel zur Errichtung von mehrerenFilialbanken in den angesehensten Handelsstädten desReichs Veranlassung gab, wie z. B. in Moskwa imJahre 1818, weil diese Residenzstadt den Mittelpunktdes inländischen Handels in Asien und Europa bildet.Im März 1823 trat der ehemalige General-Inten,dank der Armee, Herr von Cancrin an die Spiheder Finanzverwaltung, nachdem dem Grafen vonGurrcw von dem Monarchen bloß die Verwaltungder Krondomainen und einiger anderer dahin gehöri-ger Zweige übertragen worden. Der neue Finanzmi.nister begann sogleich sein Amt mit großen Erspar-Nissen bet dem Heere, und mit Schürfung des Zoll-und'Sperrsystems, um dadurch Rußlands Fabriken undManufakturen zu heben, überhaupt das Gewerbewesinund den inländischen Handel zu befördern, welchesauch zur Zufriedenheit des Herrschers und des Volksreichliche Früchte trug. Die Verdienste des neuenFinanzministers wurden auch von dem Monarchendadurch anerkannt, daß er demselben im Jahre 1825den Besitz der Krondomaine Baldorn in Kurland, mit8360 Silberrubel Einkünfte auf fünfzig Jahre ver-lieh. UebrigenS wurden schon unter der Regierungder Kaiserin Katharina der Zweiten drei ver-schiedene Banken errichtet, nämlich eine Assigna-tionö- oder Zettelbank, welche von der Monar-chin im Jahre 1768 für St. Petersburg u. Moskwadurch eine Verordnung bestätiget und 1770 eröffnetwurde; dann eine Leihbank ober ein Lombard imJahre 1772, und eine Leihbank für den AdelunddieSkädte im Jahre 1786. Die zuerst an-geführte Bank veranstaltete in der Folge in vielenGouvernementsstädtenBankokomptoire, die gegen Kup-fermünze Assignationen zu 25, 50 und 100 Rubelausgaben, auch die ihnen präsentirten Assignationenwieder gegen Kupfergeld einlöseten. Wegen der Fi-