Staatsumwälzung. 372»
bewies der Freiheitskrieg, wo alle seine Bundesgenos-sen abfielen und gegen ihn kämpften; sonst herrschteseit der Revolution durch Englands weise Politik nureine Verbindung gegen Frankreich, dessen anwachsendeMacht und eroberungssüchtige Pläne schon denMächten Europas, die noch nicht überfluthet worden,klar vorlagen, und daher jede Abwehr nöthig machten,und hier bot England überall die Hand unter Geo rgdem Dritten und seinen Ministern Pitl, Ad-dington, Fox, Greuville rc. rc. Ein neuespolitisches System erzeugt sich jetzt für die EuropäischenHandelsstaaten in Beziehung auf die neuen Amerika-nischen Freistaaten, die ihrer Entwickelung immer na-her kommen, und wichtig für diejenigen EuropäischenStaaten werden, welche Kolonien in Amerika besitzen,nicht allein in Hinsicht der Handelsverbindungen mitdiesen Freistaaten, sondern auch der Beaufsichti-gung auf die eigenen Besitzungen, damit diese nicht,durch das System der Freistaaten angesteckt, sich em-pören und von dem Mutterlands losreißen. Das po-litische Staaten-System Europas hat in neuester Zeitdas alte Gleichgewicht zwar nicht wieder erhalten, damehrere Staaten in politischer Beziehung entwedervergrößert worden, oder eine andere Gestalt, andere Ver-fassung rc. erhalten haben, wie z. B. Rußland,Deutschland, die Niederlande (Holland und Belgien),Frankreich, Griechenland, die Türkey rc., indesienscheint der allgemeine Frieden durch die gegenwärtigeBündnisse und Befreundungen der Hauptmächte dessel-ben eine längere Dauer zu erhalten, als es ehemalsder Fall war, wenn gleich die inneren Unruhen man-cher Staaten dadurch bis jetzt nicht haben gedämpftwerden können. —
Gtaatsumwälzung, Staatsurnwälzungen,^taatsrevolucion, s.Th. 123, S. 187, und imArc. Regierungeform, Th. 121, S. 635 u. f.