376 Staatsunruhen. Staatsveränderung.
Gtaatsunruhen, Aufregungen des Volks, welche»««doppelter Art seyn können: entweder gehen sie von dueigenen Unzufriedenheit des Volkes mit der Regierunzaus, oder sie werden durch geheime Agenten einerdern Regierung, welche dabei ihren Vortheil sichangestiftet und unterhalten. Diejenigen Unruhen,welche von dem Volke selbst ausgehen, haben in ii,gend einem Drucke, der auf dem Volke lastet, bricher nun in zu hohen und vielen Steuern oder Abgabt«,oder in der Beschränkung alter gewohnter Frech«,ken rc., ihren Grund. Diejenigen Unruhen, welch!Lurch geheime Agenten einer andern Macht angestisttlwerden, sehen immer eine gewisse Unzufriedenheit, eintgeheime Gährung in einem Volke voraus, die ei«!fremde Macht benutzt, und durch ihre Agenten zu m-terhalten sucht, welches entweder geschieht, weil duStaat, worin diese Unruhen angefacht und unterhabten werden, zu mächtig ist, und den Nachbarstaat!«gefährlich zu werden droht, oder um einen auszubreche«drohenden Krieg dadurch abzuhalten und anders zu lei-ten, oder um Handels« und anderer politischer Verhält-nisse Willen. Diese Art der Politik ist schon alt undvon vielen Staaten ausgeübt worden, oft zum Ver-theil, oft aber auch zum Nachtheil derselben, besonder«wenn man diese geheimen Agenten entdeckte, weichtdie Ruhe des StaalS zu untergraben versuchten. -Hierher gehören nun auch alle andere Unruhen, weichtdie Religion, die Standesverhältnisse und anbeteStaatsangelegenheiten zum Zwecke haben, und dltRegierung nicht geradezu betreffen. Ein Mehrere«über diesen Gegenstand, wird unter Unruhe undVolksunruhen in U und V vorkommen.
Staatsveränderung, jede Veränderung in deinStaatshaushalte, sey es nun in der Staatsverfassungoder Staatsverwaltung. Dergleichen Veränderungen,welche einen der genannten Staatözrveige betreffe«