378 Staatsverandermig.
wenn diese StaalSbedienung besetzt ist, aus ben säiW.lichen Staatministern, dem Geheimen Kabinetsrakhe,dem Chef des Geheimen Obertribunals, dem Präsiden!!»der Oberrechnungökammer, dem Staatssekretär undden kommandirenden Generälen in den Provinzen,wenn sie in Berlin anwesend sind, und den zehn Ober.Präsidenten in den Provinzen, wenn sie gleichfalls inder Residenz anwesend sind. Dieses sind diejenigenMitglieder, welche durch ihr Amt dazu berufen sind.Dann haben auch noch Sitz und Stimme darin fol-gende Staatsdiener: Einige Fürstliche Personen,welche Staatöämter bekleiden, dann wirkliche GeheimeRäthe, mit dem Prädikate Excellenz, mehrere wirk.liche Geheime Ober- Regierungs-, Justiz-, Finanz- undLegationö-; Geheime Staats-, Justiz-, Finanz, undLegationsräthe, der General-Intendant der Armee, derBischof von der Provinz Brandenburg rc. Das Staats-secretariat, das Staateministerium, das Ministeriumdes Innern und der Polizey, das Ministerium desKöniglichen Hauses, und mehrere andere Einrichtun-gen, worunter auch die Gewerbefreiheit begriffen ist.— Skaatsveränderungen können übrigens, wenn nichtbesondere Umstände eintreten, die sie begünstigen, wiedie oben angeführten, nur langsam vorgenommen wer.den und mit reiflicher Ueberlegung, damit nicht etwasSchlechteres an die Stelle des Besseren gesetzt werde,woran das Volk einmal gewöhn/ war, und welches esungern hinzieln. Es ist daher wohl gerathen beimFortschreiten mit der Ausbildung eines Volkes in derZeit, umdaö schon in andern Staaten erprobte Gute ein-zuführen, oder was man selbst neu erfindet, erst nachgehöriger Prüfung und der dazu willigen Volksstimmuug.der Verfassung oder Verwaltung einzuverleiben, weildann so leicht keine ungünstige Stimmung laut wird,keine widerstrebende Kraft sich im Volke zeigt; den»das wirklich Gute findet immer Eingang beim Volke