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Staatsverbrechen.
Unter andern sagte Howard zum Monarchen„Ew. Majestät haben Gefangene in Ihren Staaten,welche in finstern Kerkern eingesperrt seit zwanzigMonden das Tageslicht nicht sahen —und welche nochnicht verhört sind. Sollten sie nun unschuldig befun-den werden, so haben Ew. Majestät es nicht in IhrerMacht ihnen für die verletzten Rechte der Menschheiteinen Ersatz zu geben." Und als ihn bei dem Tadel,den er über verschiedene Gefängnisse der Stadt Wienaussprach, der Kaiser fragte: Warum er diese Gefäng-nisse tadle, da man doch in England die Missethäter zuDutzenden hänge? So antwortete er: „Ich möchte auchlieber in England gehangen werden, als in einem vonEw. Majestät Kerker leben." Der Kaiser äußertehierauf zu einem andern Engländer: Ln vorits ereiltXnZIois n'kst u»« ÜMtouv. Howard war näm-lich nur klein von Gestalt und hager. Sogleich nachHowards Abreise ließ Joseph, welcher HowardsAussagen der Wahrheit gemäß fand, Veränderungenmit den Gefängnissen vornehmen. Wie oft war nundieses nicht in dem verwichenen Jahrhunderte in meh-reren Skaaren Europas der Fall, wo des Herrschersweise Anordnungen umgangen, sein Vertrauen auf dieStaaksdiener, denen die Verwaltung der Gefängnisseübertragen worden, gemißbraucht, und seine beabsichtige-ten Einrichtungen zu Gunsten der Gefangenen hinter-trieben wurden, nicht so bei den Civil- als bei denSkaatsgefängnissen, gleichsam als wenn hier die Ge-fangenen schon der Vergessenheit übergeben wordenwären, und ihnen der Strahl der Sonne unter Ver-wandten, Freunden und Bekannten, überhaupt unterihren Mitmenschen nicht mehr lächeln sollte. LinguetSDenkwürdigkeiten der Bastille zu Anfang der 1780 cJahre unter dem König Ludwig dem Sechzehn-ten bezeugen dieses; wenn gleich der Verfasser seineGefangenschaft darin etwas zu grell ausmalt, und den