312 Staatsverbrechen.
fen. Selbst ein Graf Pepoli, einer der reichstPrivaten in Bologna wurde hingerichtet, weil er dsCorrespondenz mit einigen Banditen beschuldiget wurde.In Kurzem war jeder Aufruhr und jede Anregt,«;dazu in Rom und im ganzen Kirchenstaate verschwurden. Auch die Satyren und Pasquille, welche iman den beiden Säulen zuRomPaöquino undMousario anheftete, und in welchen die Päpstliche Regie-rung, ja selbst der Pabst nicht geschont wurde, ver>schwanden sehr bald unter seiner Regierung, weil smBelohnungen, die er auf den Thäter aussetzte, dich»sehr bald in die Hände der Justiz brachten. So er-schien zu Anfange seiner Regierung Pasquin an dereinen Säule einst in einem sehr schmutzigen HM, !und gab zu seiner Entschuldigung an, daß derPHseine Wäscherin zur Fürstin gemacht habe. Man den«rete dieses sehr bald auf die Donna Kami!la, desPabstes Schwester, die er als eine arme Frau, als erzum Pabste erhoben worden, hatte zu sich kam»lassen, und der er seinen bisherigen Palla st und Gartenzur Wohnung angewiesen und ihr einen bestimmten iMonatsgehalt und eine mäßige Hofhaltung gegebenhatte; alle Nachforschungen nach dem Thäter warenumsonst gewesen; da ließ SixtuS anschlagen: wennder Urheber sich selbst anzeige, solle ihm sein Lebe»und zugleich 1000 Dublonen (deren jede drei Scudi -beträgt) geschenkt werden; entdeckte ihn aber einAnde-rer,sosolle der Anzeiger die Prämie haben, undderEuk-deckte ohne Aufschub gehangen werden. Hierdurch wurdenun der Verfasser treuherzig gemacht und entdecktesbei der Päbstlichen Kammer, bekam auch das Geld rich-tig ausgezahlt. Da ihm aberSix tu s das Leben nichtnehmen konnte, so ließ er ihm die Hände abhauenund die Zunge ausschneiden. Eine den StatthalterChristi gewiß nicht ehrende Handlung. Auch we-gen politischer Streitigkeiten und Wetten, die sich we>'