SSL Staatsverbrechen.
ten zu wissen thun, sein Vorsah sey, an diesem Tageoben an zu gehen, weil diese Feierlichkeit eigentlich undzunächst die Spanische Nation anginge. Der Frau.zösische Gesandte ließ darauf erwiedern, daß er auchdiesesmal dem Range seines Monarchen nichts verge.ben könne. Man bat ihn, er möchte doch wenigstensdieses Mal zu Hause bleiben, allein es wurde abge-schlagen. Der Graf Olivarez überlegte seine Au.gelegenheit mit Zuziehung der Spanischen Kardinäle,und die meisten riechen, den Französischen Gesandtenzu ersuchen, er möge doch nur dieses Mal demSpanj.schen aus Höflichkeit die Oberstelle lassen; eben so höf-lich antwortete der andere: er sey bereit dieses zu thun,wenn der Graf sich feierlich anheischig machen wollte, >bei der nächsten Päbstlichen Kapelle, die gehalten >würde, zugegen zu seyn (was er bisher nie that), und >dann seinen Plah unter ihm zu nehmen. Diesesmochte der Graf auch nicht, und schon gab es bei bei<den Gesandten häufige Versammlungen, welche ver>muthen ließen, daß sie ihre Ansprüche mir Gebrauchvon Gewaltthätigkeiten behaupten wollten, und die Hei-ligsprechung durch einen Tumult beunruhiget werdenwürde. Kaum erfuhr dieses Sixtus, so ließ erbeide Partheyen ernstlich andeuten, in den Schrankenihrer Schuldigkeit zu bleiben, und die Kardinäle beiderNationen ließ er zu sich rufen, und bezeigte ihnenseine Empfindlichkeit,.daß sie die Sache so weit hättenkommen lassen. Diese Angelegenheit mußte nun ver- >glichen werden, und die Auskunft war folgende: DerSpanische Gesandte bleibe auch dieses Mal unter demVorwande einer Unpäßlichkeit zu Hause, und überlasseseine Verrichtung dabei einem Spanischen Kardinale,der vermöge seiner Würde ohnehin den Rang überolle Gesandten hätte. Bei einer andern Gelegenheit,als Six tu 6 im Jahre 1589 in einer ausführlichenBulle befahl eine Italienische Bibelübersetzung in den