586 Staatsverbrechen.
zum Getreide- und Kartoffelbau rc. Dieses ist jedochnur ein Vorschlag, der auf andere Weise eine Erledi.gung finden kann. Die Bäckerey und der Küchen,garten sind nicht überflüssig, wohl aber kann Bin,Branntwein, Getreide, Kartoffeln und andere Feld-früchte für den Haushaltö-Bedarf des Gefängnisse-auf dem Wege der Lieferung eingeführt weiden, undLetzteres ist auch gewiß vorzuziehen, weil es demHauptgebäude nicht an Raum fehlt, um Vorrä'he fürden Winter aufzubewahren. Ob es nun zur Sicher-heit eines solchen Gefängnisses noch nöthig sey, einen IGraben um das Gebäude herum zu führen, über web !chen eine Zugbrücke zu dasselbe führt, muß Sachkun- !digen überlassen bleiben; eö würde dann das Anseheneiner Festung erhallen, und noch mehrMilirair bedür>fen; auch würde dieser Graben vielleicht im Sommerdurch seine Ausdünstung der Gesundheit der Ge-fängnißbewohner schaden; er wäre mehr ein Gegen-stand, um das Gefängniß grauenvoller und schreckhaf-ter zu machen, als er Nutzen gewährte; denn die Ge-fangenen können auch ohne den Graben, bei der gutenBefestigung des Gebäudes und der Wache, nicht ent-fliehen, und würden ohne diese Eigenschaften und Auf.'ficht entfliehen, wenn noch der Graben dazu stets mitWasser angefüllt wäre, wie wir dieses ja in Festungengesehen und gehört haben, wo die Gefangenen trotz al-ler Aufsicht, trotz Graben, Zugbrücken rc. entkommenfind. Das Ganze berühr daher auf der Festigkeit desGebäudes, der Lage der Kerker, ihrer Festigkeit durchVerwahrung der Fenster und Thüren mit den nöthi-gen Eisenstäben und Beschlägen, kurz auf alten Vor-kehrungen, die man in dieser Absicht trifft, besondersdurch gehörig aufgestellte Posten oder Wachen, weichedie Flucht unmöglich machen.
Was nun die Verwaltung eines Staatsge«fängnisseS anbetrifft, so mag auch hier die Bastiue