Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsverbrechen. 601

gener in der Bastille tödlich krank wurde, so schaffteman ihn zu seinen Verwandten, um da zu sterben;war es ein weniger Bekannter, so wurde er auf demSt. Paulskirchhofe in der Vorstadt St.Antoine, unddann gemeiniglich so, als ob es ein Aufwärter aus derBastille wäre, begraben, und so auch in das Kirchen-buch eingetragen. Nichts war daher aus der Bastilleschwerer zu erhalten, als einen Todtenschein, den dochoftFamilien bei Erbschaftö-Angelegenheiten rc. nöthighatten, und dieserhalb war auch dieses StaatSgefängnißso verhaßt in Frankreich, woraus sich auch dessenschnelle Zerstörung in der Revolution erklären läßt, in-dem man immer glaubte, daß darin die Gefangenenauf geheimen Wegen umgebracht würden. — Uebelwar es für einen Gefangenen, dem in der Nacht eineUnpäßlichkeit zustieß, die nur durch schnelle Hülfe ge«hoben werden konnte; denn hier fehlte die Hülfe ganz;denn die Schließer schlieftq an einem entfernten abge,sonderten Orte, bis wohin keine menschliche Stimmedurch die vergitterten Fenster dringen konnte; mankonnte zwar an die Thür klopfen, welches in der Nachtstark genug dröhnte; allein auch dieses würde schwer zuihnen gedrungen seyn. Das einzige Mittel für dieje«nigen, die noch auf den Füßen waren, und um Hülferufen konnten, waren die Schildwachen auf dem schonoben erwähnten Rondenweg, der hölzernen Gallerie;wenn nun bis zu diesen der Hülferuf gelangte, so riefihn der Soldat seinem Nachbar zu, dieser wieder demseinigen, und so ging der Ruf fort bis zur Hauptwache.Der wachhabende Unteroffizier sah dann nach, was esgab, hatte er nun vernommen aus welchem Fenster derHülferuf gekommen war, so kehrt er um, und umgingdas Schloß bis zur der Thür, welches schon Zeit wegnahm; dann ging er hin und weckte den Schließer, die-ser den Bedienten des Lieutenants des Königs, dieserwieder seinen Herren, um die <L>chlüssel zu bekommen,