Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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638 Staatsverbrechen.

6ou1sr oder üblicher Gefängnißauffeher, weil er ükStaatsgefangenen die Aufsicht führt. Im Tower ßdie Behandlung der Staatsgefangenen gar nicht Mderjenigen derBastille zu vergleichen, weil derselbeoii!einer kleinen Stadt zu vergleichen ist. Die Gefangm»wohnen in guten Häusern und dürfen auch Besuchannehmen; s. auch den Art. London, Th.8g,S.334 u. f., wo man auch alle die Merkwürdigkeitenangeführt findet, welche sich im Tower befinden, wirdas Zeughaus, die Rüstkammer, die EngländischmRcichskleinodien, die Münze des StaakS, das Archiv,worin die Nachrichten und Urkunden von den ZeitenKönigs Johann bis aufRichard den Drittenin 56 Schränken aufbewahrt werden, die wildenThiere rc. rc. Auch »st im Tower ein großes sehr siche-res Pulvermagazin, eine Kirche, worin viele vornehmePersonen, die hier enthauptet wurden, begraben liegen,als Anna B o l e y e n , Katharina Howard,beide Gemahlinnen Heinrichs des Achten, !EdwardSeymour, Herzog von Sommersek,Johann Dudle y. Herzog von Norkhumberland,und James, Herzog von Monmouth. Die Himrichtung der Staatsverbrecher geschah ehemals inner-halb deö Tower, in neuerer Zeit ward das Gerüst da!»aber außerhalb desselben, wie auch schon oben, S. 448,angeführt worden, auf einem Hügel, Tower hill, aus-gerichtet, worauf die Anhänger des Prätendenten, dieSchottischen Großen, Balmerino, Kilmarnokund Lovak im Jahre 1745 hingerichtet wurden.Die Gefängnisse, worein die Staatsverbrecher bis zuihrer Verurtheilung gesetzt werden, sind in den meiste»Deutschen Staaten die gewöhnlichen Stadtgefäng-Nisse, worin einige Kerker für sie eingerichtet wordensind. Nur bei außerordentlichen Fällen, wie z. B-bei Verschwörungen rc., werden die Verschworenen,wenn es viele sind, in besonders dazu eingerichteten