Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsverwaltung. 687

Umstände sich entschlossen haben, statt meiner verwalte-ten Aemter, mich mir Geld zu belohnen; nicht etwadarum, daß ich es nicht von der einen Seite erkcnnerc,wie sich dieses Mittel zu Dero Nutzen eigne, sondernweil solches von der andern Seite meinen Forderungenso ganz entgegen ist, daß wenn ich mich auch selbst,um Dero Majestät z» gefallen, beherrschen könnte,sich dennoch mein Gefühl, um es anzunehmen, so sehrsträubt; ja ich muß, um diesem zu entgehen, es rundabschlagen, und in der That, wider meine Schul-digkeit, meine Ehre, welche dabei merklich intcressirtist, Dero Majestät Ungnade vorziehen; denn unterallen Mitteln, welche zur Vollendung dieses Werksmir vorgeschlagen worden, ist mir dieses am meistenzuwider und verhaßt, ja es grauet mir davor; auchglaube ich, daß solches nicht von Ew. Majestät be-kannter Frömmigkeit, sondern von der Bosheit mei-ner Feinde und Mißgönner herrührt; denn warumnimmt man nicht lieber Ursache und Anlaß zu meinerEntlassung von meinem fremdartigen unverträglichenGemütbscharakter her, der Niemanden zu Liebe und Ge-fallen ist, und sich nicht verstellen kann, oder daß ichmeine Aemter vielleicht nicht sorgsam und fleißig genugabgewartet, oder mit den Domainen oder Kronen-guter und dem Schatze nicht recht Haus gehaltenhabe, welches das Unheil zeigt, das daraus hervor-gegangen seyn soll; oder daß ich mich bemühet habe,mir innerhalb und außerhalb des SraatS-einen großenAnhang zu verschaffen, um mich besonders in meinenWürden und Aemtern zu schützen und zu erhalten.Warum, Allergnädigste Königin! hat man nicht vieleher eine solche Ursache hervorgesucht, als eine an-dere, die nicht so scheinbar und weniger zu vermuthe»ist. Denn wenn man vorgeben wollte, daß ich ei»Verlangen darnach getragen hätte, eine Entschä-digung des von mir genommenen Kronendienstes, indem Stande eines Marschalls der Krone FrankreichsZu finden, oder dieses begehrt haben sollte, so kann ichunmöglich glauben, daß Jemand dieses mit Wahrheitbehauptet haben kann; denn weder die Unverschämt-heit meiner Feinde, noch die Willfährigkeit einigermeiner Freunde, können stark und mächtig genug