Staatsverwaltung. 691
aber die angebotene Wohlthat fahren lassen dürfe, undalso Ew. Majestät meine Last, ohne diese schwereBürde von mir abnehme»; oder wenn Ew. Majestätmich Noch ferner mit einer Gnade bedenken wollen,so geruhen Dieselben, sie allein in dem zu suchen,daß Sie sich immerdar meiner Treue allergnädigst erin-nern; welche Gnade ich jedcch nicht zu dem Ende be-gehre, daß man mich mit der Zeit zu diesen mühse-ligen Geschäften wieder ziehen wolle, sondern damitich emeritirt seyn und bleiben möge; wettn ichnur im Gedächtniß Derjenigen verbleibe, welche dieRegentin meines Vaterlandes, die lebendige Seele mei-nes Herren, und die Mutter meines Königs ist, unddieses ist dann eine solche Ehre und letzte Erkenntnißmeiner Dienste, welche Ew. Majestät mit Fug mirnicht abschlagen können. Denn da alle diejenigen,welche ich in meinen treuen Diensten vor den Kopfgestoßen haben mag, es gern sehen, daß ich davonentsetzt werde, so ist es. ja wett billiger, daß diejeni-gen meiner Dienste eingedenk seyn, welche sie genießenund darüber triumphiren.
So sey es denn! Lebewohl! du werthes Hausund Festung , welche ich mehr denn zwölf Jahre inmeiner Gewalt und Verwahrung gehabt habe. Le-bewohl, ja Lebewohl! du Tempel der Göttin Mo-nera, um deßwillen man mich so sehr beneidet undangefeindet hat. Laßt mich nunmehr hinziehen, nach-dem ich der Geschäfte überdrüssig und satt bin, undgönnt mir ein Privatleben, in welchem ich nicht mehrmit so großen Sorgen belastet bin. Ich bin derjenige,der, noch stark und kräftig an Geist und Muth, desKönigs und seines Reiches Vermögen im Grunde er-fahre», und dasselbe in meiner Gewalt gehabt habe; ichbin auch derjenige, dem man den jetzigen, glückliche»Stand der Finanzen, wie derselbe durch neue Einkom-men vermehrt, auch die Kisten des jetzigen Herrschers durchgerechte und erlaubte Mittel gefüllt sind, und wegender Ordnung willen, welche ich unwidersprechlich dareingebracht, zu danken hat. Auch habe ich wegen nie!»nes unter einem großen und mächtigen Könige ange-wandten Fleißes halber große Würden, Ehren undVergeltungen erlangt; ich habe große Gewalt und
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