726 Staatsverwaltung.
rina, von deren Plan ihr Sohn, der genannte Kai-ser Paul, ganz abgewichen jvar, fortführte, wurdedie Verwaltung immer mehr und mehr zur höherenVollkommenheit ausgebildet. Es wurde die Leibei.genschasc vermindert, und da, wo sie noch nicht aufge-hoben werden konnte, ihr Zustand gemildert. Auchthat Alexander alles nur mögliche, um sein Volkaufzuklären, und da dieses nicht besser geschehen konnte,besonders im Innern des Reichs, als durch Ausiän-der, so suchte er durch Unterstützungen aller Art, vor-züglich Deutsche Handwerker in sein Land zu ziehen,so auch ausländische Professoren für die neu gestifte-ten Universitäten; ja dieser Monarch suchte die Ver-besserung der Verwaltung selbst in seinen entferntestenProvinzen des Reichs zu verbreiten. So heißt etz ineinem Ukas an den General-Gouverneurvon Sibirien,den Geheimerath Selifontow:
Der Geist des Haders und der Verläumdung hatsich in Sibirien so verbreitet, daß mehrere Erilirteunter sich gleichsam ein Bündniß errichtet haben, umDenunciatione« zumachen, wodurch nur die Beamtenin Verlegenheit gesetzt, und die gerichtlichen Untersu-chungen endlos werden, ohne daß dadurch etwas erör-tert wird. Dieses Uebel muß durch die strenge An-wendung der Gesetze, die gegen leere Denunciationengerichtet sind, ausgerottet werden. — In einer andernStelle heißt es: Es ist bekannt, daß die zinsbarenVölkerichaften Sibiriens durch ihre Neigung zumTrunke oft in Armuth und Elend gerathen. Zur Ab-wendung dieses Uebels besteht das Verbot, ihnen keinegeistige Getränke zuzuführen. Sollte diese Verordnungdurch die Zeit oder ans andern Ursachen ihre Kraftverloren haben, so müssen Sie dieselbe wieder in ge-hörige Kraft und Wirkung setzen. — In einer drittenStelle.'-Durch mehrere Ukasen und Verordnungen istbefohlen worden, diese Völkerschaften bei ihren ur-sprünglichen Rechten und Gebräuchen zu lassen, nachwelchen sie unbedeutende Sachen und Prozesse unter