6 Staatsverwaltung.
hung auf die StaatSwirkhschafc, mit Einschluß derweitläufigen Kolonien in den anderen Welttheilen,geht nach dem gewohnten Gange fort, und hat wenigereMangel, als die Gerechtigkeitöpflege, die einer großenReform bedarf, besonders in den Provinzen. Daßsich zur Verwaltung der Finanzen, der Fabrik-, Manu-faktur- und Handelsangelegenheiten, des Seewesens,so wie überhaupt zu allen StaakSwirthschaftSzweigenvorzüglich fähige Köpfe ausbilden müssen, liegt in derkonstitutionellen Verfassung des Landes; denn da dieMinister im Parlamente erscheinen und die Angelegen-heiten ihrer Verwaltung verfechten müssen, so müssensie auch gehörig darin erfahren seyn, daß aber den-noch viele Mißgriffe in der Verwaltung entstehenmüssen, liegt an dem öfteren Wechsel der Ministerund den dadurch veränderten Ansichten in der Vermal-kung, dieses beweiset auch der Verlust von Nord-Ame-rika unter NorthS Ministerium, durch unweiseMaaßregeln, denen sich der große Pitt vergebenswidersetzt hatte, indem er das tadelnswürdige Verfah-ren des Ministeriums in dieser Angelegenheit in einHelles Licht setzte. Hierzu kam nun noch das Murrender Nation über verletzte Wahlfreiheit, indem die Auf-nahme Wilke'S, trotz der wiederholten Wahl, vomParlamente verweigert wurde. Alle diese und andereMißgriffe wurden nun von dem genannten Ministeriumbegangen und brachten dem Lande einen großen Scha-den, besonders durch den Abfall von Nord-Amerikaund die Erhöhung der Staatsschulden durch diesenKrieg. Indessen wurde von der anderen Seite auchwieder Englands Flor und Macht durch seine auf'SHöchste gesteigerte Industrie und durch die FranzösischeRevolution erhoben, und dieses durch die Pitt'scheStaatsverwaltung, welche England glücklich vor denRevolutionögrundsähen bewahrte, und aus FrankreichsZerrüttung einen großen Nutzen für England zog;