22 Staatsverwaltung.
wollten; dennoch die Stimme des Volks mit der desMonarchen siegte ; denn es wurden für den DeutschenKrieg, mit Einschluß der Subsidien anPreußen, 17581,861,897 Liv. Sterl., und für den eigenen Kriegund die Landes-Vertheidigung 8,624,560 Liv. Sterl.,also in Summa 10,486,457 Liv. Sterl. bewilliget,welche durch Auflagen rc. von der Nation erhobenwerden mußten, und wozu sie sich gleich willig zeigte;denn die genannte Summe wurde aufgebracht:durch die gewöhnliche Land- und Malztaxe, durcheine in der Schatzkammer stehende Summe, welchenoch keineBestimmung hatte, durch das gegenwärtigeund künftige Produkt des sinkenden Fonds, durch An-leihen und Schatzkammerzettel, durch eine Unterschrei-bung für Leibrenten, und eine Lotterie. Durch dieseUnterschreibung erhielt ein Jeder, der sich für500Pfd.unterzeichnete, 450 Pfd. Sterl. in Leibrenten zu 3^Prozent, und 50 Pfd. an Lotteriezetteln zu 3 Prozentauf vier und zwanzig Jahre, nach welcher Zeit dieLeibrenten herabgesetzt wurden. Wenn nun gleichdiese Vortheile ziemlich mäßig waren, besonderswenn man in Betrachtung zieht, daß man damals über-all in Europa Geld suchte; so wurde doch die Unter-schreibung für die ganze Summe, sobald nur die Bü-cher geöffnet worden, voll; und so geschah eö iininer,wenn der Enthusiasmus des Volks für einen Gegen-stand benutzt wurde, man trug willig die Auflagen.Das Parlament soll auch nie karg seyn in dem, waseö zur Unterstützung der Regierung und zur Ehre undWürde der Krone bewilliget; dieses ist der Wunschdes Volks; allein es verlangt auch, daß das, was ge-fordert wird, auch gehörig von einer Kommission un-tersucht werde, damit die Forderungen nicht auf Ge-genstände gehen, die bloß zum Vorwande um Geld zuerhalten dienen, und von der Geldverwendung auf sienichts erblicken. Auch tadelte man in der Verwaltung