LS Staatsverwaltung.
wie das Engländische, als viele Staatöverwalter undStaatSwirthschafter Deutscher Nationen sich träumen;denn diese sind gewohnt den Maaßstab nach den Deut.schen StaatSvecfassungen und Verwaltungen auch andie Englandischen zu legen; allein welcher Unterschiedder Deutschen Staaten, mit einem Handelöstaate vondiesem Umfange, von dieser Geschäftigkeit, als Be»Herrscher des Meeres und des Handels nach allenWeltgegenden, mit einer Haupt- und Residenzstadt,wie London, die über Millionen Einwohner zählt,also beinahe eben so viel, als die Königreiche Sach-sen, Hannover und Würtemberg, jedes einzeln, besitzen,und die tzrtapelstadt des Welthandels ist, die olleWaaren, welche die Küchen, Apotheken, Manufaktu-ren, Färbercyen, kurz alle Gewerbe Europas nichtentbehren können, und die sie aus ihren Kolonien ziehtund in ihren Vorrathskammern niederlegt oder auf-speichert, gegen die größten Deutschen Residenzstädte,Wien und Berlin. Hierzu rechne man nun nochdie täglich während der Schifffahrt in den Hafen vonLondon einlaufenden Schiffe mit den vielen Fremden,welche sie aus allen Weltgegenden mitbringen, und so die-jenigen, welche in dir übrigen Häfen des Reichs einlau-fen, und Fremde am Bord haben, die nach den großenHandelsstädten des Reichs und nach London strömen.Großbritannien sieht sich als der Kreditor von beinahe derganzen Welt an, fast die ganze Welt ist dessen Schuld-nerin, und ist es erst in neuester Zeit durch die Kriegealler Mächte Europas mit Frankrjch geworden, indemLiese Kriege auch Einfluß auf die übrigen Welttheilehatten, auch viele Länder derselben in die Hände Eng-lands lieferten. Wohl kein Staat liefert so auffal-lende Kontraste, als der Engländische. Bei dem Welt-handel, dem auf das Höchste getriebenen Kunstfleißin Fabriken und Manufakturen, und einer jährlichenStaatseinnahme von mehr denn 43 Millionen Pfd.