72 Staatsverwaltung.
gen Grenzen zu sehen. Von den Zeiten der Cape-tinger an findet man auch den Namen Pairs,Pairs von Frankreich (kuros Innres
Hrunoirw) in der Geschichte. Wenn man gleichüber den Ursprung dieser Benennung streitet, so istdoch soviel gewiß, daß ihn die ersten und höchstenReichssiände führten. Bei dem Anfange des La-ss et in zischen Stammes waren fünfgeistliche PairS,nämlich der Erzbischof von Rheims, die Bischöfe vonLaon, Bcauvais, Chalons, Nonon, und sieben welt-liche, nämlich Jsle de France, Burgund, Guienne,Normandie, Flandern, Champagne, Thoulouse. DieseFranzösischen Paks hatten wieder ihre Paks vonihren Ländern; so waren z. B. Touraine, Anjou,Blois und andere, Unter-Pakten von der von Jslede France, welche Hugo Capet mit der Krone ver-band. Auch die ersten Capetingischen Könige fühl-ten die Obermacht ihrer Pairs eben so sehr, als dieKarolinger. So wurde Heinrich der Erstevon EudeS, Grafen von Champagne, im Jahre1031 vom Throne gestoßen, und von Robertdem Teufel, Herzog von der Normandie, wie-der darauf geseht, welcher Dienst durch Abtretungverschiedener Städte an seinen Vasallen wieder bezahltwerden mußte. Um dieKrone nicht zu verlieren ließendie Könige ihre Nachfolger noch zu ihren Lebenszeitenkrönen und salben. Philipp der Erste, Hein-rich öNachfolger, glich den lehtenKarolingern anRegierungsfähigkeiten und geringem Umfang des Lan-des; die eigenen Unter-Vasallen seiner Pairie ver-sagten ihm den Gehorsam. Diese schlimme Stellungwurde nun noch vermehrt, als Wilhelm der Ero-derer, Herzog von der Normandie, und daher Va-fall der Französischen Krone, König von England, undfolglich weit mächtiger als sein Lehnsherr wurde. Eineder Haupt. Epochen in der Staatsverwaltung Frank-