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Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staasverwaltung. 99

ten rc. rc. Uebrigens gehc aus der Verwaltung Ri-chelieu s hervor, daß er mehr für seinen Ruhm alsStaatsmann, als für das Wohl Frankreichs gearbei-tet hat; denn er schien den Staat nur für seine Le-benszeit zu betrachten; daher bemäntelte er auch vorden Augen des Auslandes diejenigen Mittel, mitwelchen er den Krieg in Deutschland gegen Oester-reich unterstützte, und deren Austreibung Frankreichbeinahe erdrückte; er kannte aber zu gut das Volk,um ihm nicht auf eine andere Weise zu schmeicheln,daß eö beim Murren dennoch die drückenden Auflagentrug; eben so wußte er auch durch seine Gegenwartdes Geistes und seine Kenntnisse der großen Welt dieStürme abzuleiten, die ihm Gefahr droheten, und dieseinem Nachfolger, Mazarin, unter Ludwig demVierzehnten, mehrere Male vom Staaköruder ent-fernten. Unter Ludwig dem Vierzehnten, derals fünfjähriger junger Fürst im Jahre 1643 zumThrone gelangte, den er jedoch erst wirklich im Jahre1652 um selbst zu regieren bestieg, indem seineMutter Anna von Oesterreich bis zu seiner Voll-jährigkeic die Regentschaft führte, leitete der schon er-wähnte Kardinal Mazarin das Staaköruder alsPremier-Minister bis zum Jahre 1661, in welchemer starb, nachdem er die Verwaltung des Staats mitabwechselndem Glücke geführt hatte, und zweimal davondurch die dem Hofe entgegengesetzte Parthei entferntworden war. Dieser Minister, ein Günstling Ri-chelieuö und ein gewandter Hof- und Staatsmann,befolgte ganz in der Verwaltung den Plan seines ver-storbenen Gönners, und belastete gleichfalls das schonhart gedrückte Volk mit neuen Abgaben, um den Krieggegen Spanien fortzusetzen. Das Murren des Volksveranlaßte das Pariser Parlament, mit den hohenGerichtshöfen und andern Behörden des Reichs ge-meinschaftlich, darauf zu dringen, daß Mazarin den

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