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Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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112 Staatsverwaltung.

Staaks im Auge hatte, auf Vergrößerung desselbensah, durch den Ruhm der Waffen auch seinen Ruhmin der Staatsverwaltung zu erhöhen suchte, wieRichelieu und Mazarin; aber dennoch leuchtet indie Augen, daß auch Colbert nicht frei davon war,die Führung seiner Staatsverwaltung, wieRich elieuund Mazarin, durch die Federn der Schriftstellerverherrlicht zu sehen; denn auch er nahm die Huldi-gungen der Gelehrten an, und überschüttete sie mitGnadengehalten, woran auch Gelehrte im AuslandeTheil hatten. Eben so war auch der, wegen seinerschlechten Finanzverwaltung in Ungnade gefallene Ge-neral-Jntendanc Fouquet, ein freigebiger Beschützerder Wissenschaften, von dem auch Lafontaine einJahrgehalt bezog, und als dieses nach dem Sturze desgenannten Ministers wegfiel, und der edle Lafon-taine seinen Wohlthäter laut zu betrauern fortfuhr,war er der einzige ausgezeichnete Schriftsteller Frank-reichs, der vonColber t, dem Nachfolger FouquetS,nichts erhielt, Und beide schöpften doch wohl ihre Spen-den aus einer Quelle.—Dieser einzige Zug der Eigen-liebe und der Ruhmsucht könnte schon ColbertSStaatsverwaltung verdächtigen, wenn sie nicht wirk-lich einstimmig von so vielen Schriftstellern der dama-ligen Zeit als ausgezeichnet geschildert würde. — DieEigenmächtigkeit oder zu große Macht des Premier-,Ministers in der Staatsverwaltung schien aber erst unterdem Könige Ludwig dem Fünfzehnten recht ge-fühlt zu werden, besonders bei den großen Geldforde-rungen der Regierung, wogegen sich selbst das Parla-ment und die bevorrechteten Stände, die nun auchangezogen werden sollten und auch angezogen wurden,mit Kraft widersetzten. Ersteres zu Gunsten desVolks, welches unter den vielen Abgaben fast erlag,und Letztere, um ihre Rechte nicht fahren zu lassen.Da nun der Premier-Minister immer als die Quelle