Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatsverwaltung. 139

sowohl die Besoldungen der Chefs, als ihrer Gehülfenin den Ministerial-BüreauS sehr geringe; denn da-mals, als der Cours der LouiSd or zu 6000 Frankenin Assignaten stand, bekamen die Meisten der Erste-ren 7000 Franken in Assignaten, die Letzteren Z bis4000; dafür konnten sie sich kaum in Brod sättigen,sagt ein Schriftsteller, und so war den Geldbestechun-gen der Weg gebahnt, und der verdeckte Betrug allerStaatsbeamten begünstiget; ja es blieb dem gewissen-haften Beamten, dem der Staat, welchem er diente,den nothdürftigen Unterhalt versagte, nichts andersübrig, als Mißmuth und gelähmte Thätigkeit. EinTheil der Unterbeamten in den verschiedenen Verwal-tungSzweigen war bis zu einer Tiefe der Unmoralitätherabgesunken, welche die Unordnung in den Geschäf-ten noch vermehrte, ja sie, die Beamten, zu allen Un-gerechtigkeiten fähig machte. Besonders führte manKlagen über die schlechte Justizverwaltung, und sosehr auch diejenigen, welche für die Dauer der Repu-blik waren, alle diese Mängel zu verdecken suchten,indem sie dieselben aus die Unbjlligkeit und Kurzsich.cigkeit der Kläger schoben, welche die nicht zu berech.nende Geschäflömenge eines großen, wieder zur Ruhegebrachten und neu organisirten Staats, in seiner kri-tischen Lage nicht zu übersehen vermochten; die Fremd-heit der meisten Staatsbeamten und ihrer Untergebe-nen in der Form und dem Wesen ihrer angetretenen,eben so wichtigen als komplizirten Verwaltungennicht genau erwägen, und einen festen und raschenGang der großen Staakömaschine nicht erst von derZeit, der Gewöhnung und der Vereinfachung der Ge-schäfte erwarten wollten; so untergruben doch dieseMängel dos Direktorium, und brachten das Konsulathervor, welches sich eben so wenig hielt, und dem Kai-serreiche Platz machte. Dieses zeigte in der Verwal-rung die meiste Energie, und wie ein Schriftsteller sich