160 Staatsverwaltung.
der herrschenden Parkhei es verfahren muß; dieses er.streckt sich daher auch bis auf die Departementö-Prä-festen rc. Alles zieht bei jeder Veränderung entwederein ganz neues Gewand an, oder ersetzt Stückweise dasAlte, ohne Einheit in das Ganze zu bringen, wenngleich die Nation dieses durch ihre Repräsentanten inder Deputirtenkammer zu erlangen hoffte, um durch dieVereinigung der Interessen der Partheien auch in derganzen Staatsverwaltung eine Einheit zu bewirken,welche zum Wohle der StaatS- und der Privatwirih.schaff so ersprießlich ist, indem sie die Industrie beför-dert, welche durch das immerwährende Ankämpfender Parkheien, wodurch die Aufmerksamkeit des Volksnur auf das politische Treiben gelenkt wird, nurzum Schaden der Nation gelähmt werden kann.Daß die Einheit in der Verwaltung wohl gefühlt,auch von einer Parthei verlangt wurde, beweiset diezur Eröffnung der Kammern am 27sten Januar 1829vonKarln demZehnten gehaltene Rede, worin die-ser Monarch, als einen Hauptgegenstand der Bera-thung, den Entwurf einer neuen Munizipal. und De-partements!- Organisation ankündigte, welche den Ge-meinden und Departements einen billigen Antheil ander Wahrnehmung ihrer Interessen zusichern sollte,ohne jedoch die schützende und leitende, zur Erhaltungder öffentlichen Ordnung unentbehrliche Gewalt derKrone zu beeinträchtigen. Er schloß seine Rede mitfolgenden Worten: „Die Erfahrung hat den Täu-schungen unsinniger Theorien ein Ziel gesetzt; Frank-reich weiß, wie Sie, auf welcher Basis sein Glück be-ruht, und diejenigen, die dasselbe anderswo, als in demBündnisse der Königlichen Autorität, mit den vonder Karte geheiligten Freiheiten suchen sollten, würdenlaut und offen von dem Lande verläugnet werden."Dieser Monarch hätte vielleicht mehr die so ge-wünschte Einheit in der Verwaltung bewirken kön-