Staatsverwaltung. 16 S
die Fehler, so wie die Mittel sie zu verbessern; so un-terliegt aber jeder Minister der Majorität in der Kam-mer, die öfter schon sein Richter wird, ehe er Zeit ge-habt hat, sich in seinem VerwalkungSzweige zu orien-tiren. Auch wird hier immer der geschickte, wenngleich mit geringen Arbeitstalenten begabte Rednervor dem schlechten Redner, aber geschickten Arbeiterden Vorzug erhalten; denn jener erhält sich gleichsamkämpfend auf seinem Posten, statt daß dieser in derMinorität stecken bleibt, weil ihm sein Rednertalentnicht gestattet sich über seine Amtsführung zu verthei-digen, sie in das hellste Licht zu stellen; aber auch derbeste Redner bleibt oft in der Minorität; wenn ernicht beliebt ist, sich keine Parthei für seine Amtsfüh-rung hat erwerben können, und Letzteres ist nicht sel-ten, besonders wenn ein Minister eine gewisse An-maßung zeigt, eine gewisse Herrschsucht, um die An-sichten und Meinungen zu beherrschen; und dann istauch noch nöthig, um die öffentliche Stimmung für dasMinisterium zu erhalten, Schriftsteller zu besolden, vondenen einigejährlich 24,000Frkm beziehen, daS-Iour-uslOk ksris sogar jährlich 132,000 Frkn. Nach ei-nem Berichte der RouvoUs Mnervs im Septemberdieses 1836sten Jahres soll das neueMol^sche Mi-nisterium bei der vorgefundenen Erschöpfung desFonds zu geheimen Ausgaben, beschlossen haben, dasGehalt der ministeriellen Schriftsteller zu kürzen oderwenigstens aus einige Zeit auszusetzen.— Die Haupt-aufgabe des Ministeriums soll seyn: die ganze Staats-verwaltung in Einklang mit der Karte zu bringen, alsdem SkaatSgrundgesetze; daher kann jede« System,welches das Ministerium in seiner Verwaltung zu be-folgen sucht, sich nur immer aus die Erfüllung der Ar-tikel in der Karte beziehen, daß diese in Ausführunggebracht werden, welches sich auf die innere Verwal-tung des Staats bezieht, und dann auf die auswärtige
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