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Staatsverwaltung.
befolgte das Merkantilstem bei seiner Staatswirth-schaft, und auch dieses System bedingt die Beförde-rung aller Gewerbe und des Handels, bedingt diehöchste Ausbreitung der Industrie im Lande, und denmöglichst größten Ausfluß und Vertheilung des baa-ren Gelbes, und daran hat es gewiß unter der Regie-rung dieses großen Mannes nicht gefehlt; denn Acker-bau, Gewerbe und Handel blüheten, und das baareGeld hat nie gefehlt, ja man sah nur — baareS Geld.Daß dieser Monarch auch für einen Schah sorgte, daer in seinen Kriegen kennen gelernt hatte, wie wichtigdas Geld hier ist, und daß man damit oft mehr aus-richtet, als mit den Waffen; da eine Armee, die anAllem Mangel leidet, schon halb geschlagen ist, kannwohl nur bei denen Tadel finden, welche das Damalsvon dem Jeht nicht zu unterscheiden wissen; denn diejetzige Art den Krieger zu ernähren, so wie die Finanz-operationen, die man anwendet, um das zum Kriege nö-thige Geld herbei zu schaffen, kannte man damals aufdem Continente noch nicht; daher fand man auch nichtso große Staatsschulden in den Deutschen Staaten;und Friedrich, der überall nur sein Volk berücksich-tigte, der das Vermögen der Nation, die Einkünftedes StaatS nicht als sein Eigenthum betrachtete, son-dern sich nur als den Verwalter desselben ansah, wolltehier seinem Volke nicht durch Beschahungen undgroße Kriegeösteuern lästig falle», und daher seineSorge, einen Schatz zu allen außerordentlichen Be-dürfnissen des StaatS zu hinterlegen; s. auchStaatS-wirthschafk. — Zahlt aber der Staat oft zu vieleBeamten oder StaatSdiener nach der Größe des Lan-des, der Größe seines Geschäftskreises und der darinvorkommenden Sachen, so ist dieses freilich ein Miß-Verhältniß zu den Staatseinkünften, indem dadurchdie Abgaben und Steuern erhöhet und vervielfältigetwerden müssen, um diese Unkosten zu decken, ohne da-