Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staasverwaltmig. LSL

andern Zweige betrifft, womit das Volk stets in Be-rührung kommt, hauptsächlich müssen auch die aus-wärtigen Angelegenheiten, die Finanzen und das Heerdarunter leiden, weil nie ein Plan oder sonst eine guteEinrichtung, Verbesserung, Neuerung von den Mi-nistern durchgeführt werden kann, ohne nicht eine Un-terbrechung durch die Entlassung derselben, und oftihrer vornehmsten Nebenbeamten zu erhalten. Dieneuen Minister und Beamten sind oft zu wenig ein-geweiht in die Zweige, denen sie vorstehen sollen,um den Faden wieder da anzuknüpfen und fortzufüh-ren, wo er abgebrochen wurde; oft ist es aber geradedieses, worauf sich ihre Entlassung bezieht, und dieneuen Minister müssen also andern Plänen folgen,müssen anders operiren, und mit welchem Eifer! dasie vielleicht ein ähnliches Schicksal bei ihrer Verwal-tung trifft, in der Minorität zu bleiben. Indessen istdie Aussicht, sich auf einem glänzenden Posten langezu erhalten, wirklich zu reizend, um nicht wieder denVersuch der Amtsführung mit Anstrengung zu wagen,um seinen Vorgänger in der Verwaltung zu überflü-geln, und sich so eine Majorität in der Kammer zuerwerben; und dadurch wird eö auch nur möglich, daßdiese schlüpfrige Ministerbahn immer wieder vonNeuem betreten wird, und die vielen vorangegangenenBeispiele der Unhaltbarkeit, selbst beim musterhaftenVerwalten, nicht abschrecken. Wenn man aber in dasUhrwerk der Ministerien blickt; wenn man den Mecha-nismus des Räderwerks, wodurch sich ein Rad an daöandere reiht und dessen Gang befördert, betrachtet;wenn man erwägt, daß nur durch ein gehöriges Auf-ziehen und Stellen das richtige Gehen dieser künst-lichen Maschine erlangt wird; so wird man auch leichteinsehen, welchen öfter«, Reparaturen dasjenige Werkunterworfen seyn muß, dessen Besitzer stets wechseln,und es daher immer nach einer neuen Methode auf«<ve,. rechn. Enc. Th. cuxvi. P