Staatsverwaltung. 3l3
Ursachen halber den Abschied erhalten. Die übrigengroßen Hoforden wurden und werden auch noch alsHauSorden betrachtet, und nur den schon oben ange-führten höchsten und hohen Personen als ein Zeichender Achtung und Verdienste, als Belohnung rc. er«theilt. Andere Civil-Verdienstorden, um sie auch Bür-gerlichen, sowohl in, als außer dem Staatsdienste alsZeichen der Anerkennung des Verdienstes und als Be«lohnung zu verleihen, kannte man bis zu Anfange die-ses Jahrhunderts noch nicht, oder es war wenigstensnicht Gebrauch, die Verdienste imCivil-SkaakSdienste,außer den Chefs der Ministerien, Departements rc.,durch äußere Ehrenzeichen bei den übrigen Offician-ten zu belohnen, und noch weniger die Verdienste imPrivatleben, der Privatwirihschaft; man glaubte mitder Verleihung der oben angeführten Titel, mit Ge-haltszulagen, Gratifikationen rc. auszureichen, undreichte auch aus. Ein Monarch antwortete einemGesandten, auf dessen Aeußerung über Tafel: daß eswohl gut seyn würde, auch ausgezeichnete Gelehrtenund Künstler mit einem Orden zu belohnen, um da-durch junge Gelehrten und Künstler zu größeremFleiße zu ermuntern, um es den Belohnten nachzu-thun, ja wohl noch weiter zu gehen, als sie: „dies istnicht nöthig; denn kein Orden oder Ehrenzeichen, voneinem Fürsten verliehen, kann ihnen den Ruhm geben,den sie sich durch ihre Werke schaffen. Die beste Beloh-nung ist hier Geld, daß sie nicht in Sorgen unterge-hen, für ihren Ruhm sorgen sie selbst." — Dieses hatsich jetzt geändert; denn auch die Gelehrten ».Künstlerschmücken sich gern mit einem Orden, um dadurch zuzeigen, daß der Werth ihrer Werke auch vom Throneherab, von den Großen der Erde anerkannt werde. —Auch auf die Titel schien man früher keinen so hohenWerth zu legen, als es späterhin geschah, um sie alseine besondere Belohnung anzusehen, ob es gleich