Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
359
JPEG-Download
 

Staatsverwaltung. 389

unter Kammer. Collegium rc. rc., Th. 33,Staatsschuld, Th. 165, S. 1 u. f., Soldat,Th. 155, S. 232 u. f., woselbst auch alle Artikel inder Encyklopädie nachgewiesen worden sind, die diesenStaakszweig betreffen; Politik, Th. 114, S. 154u. f., und unter Staat, Th. 162 und 163, wo alleArtikel in der Encyklopädie nachgewiesen worden sind,die sich auf die Staatsverwaltung beziehen.

Betrachtet man nun den Geist des Geschäfts,ganges und der Geschäftsführung im Allge-meinen, so hatte derselbe noch in mehreren StaatenDeutschlands bis ins zweite Jahrzehn dieses Jahrhun.derks viel Schleppendes und Trockncs, wovon man sichgar nicht losmachen konnte, und welches seinen Grund inden persönlichen Fehlern haben sollte, welche unter denDeutschen Geschäftsmännern fast bis zur Nationalität,wie sich ein Schriftsteller ausdrückt, geworden waren,wovon sich jedoch unsere Machbaren, die Franzosen, schonfrüher losgemacht hatten, wenigstens war ihr schriftlicherVortrag kürzer und zwangloser, ihre Titulaturen ein-facher, und der ganze Geschäftsgang nicht steif und ge.zwungen, wenn ihnen auch gleich etwas mehr Ceremo.nielles blieb, welches eine Seite ihres Nationalcharak-ters ausmacht, das sich jedoch auch durch die neueeingeführte Staatsverwaltung unter Napoleon sehrvermindert hatte, weil der Kriegsgeist auch auf dasöffentliche Leben einen großen Einfluß ausübte, unddieserGeist auch auf das wiederhergestellteKönlgöthumüberging. Die feine äußere Bildung, das Graciöse,welches dem Franzosen unter dem alten KöuigSthumebeiwohnte, und das er auch auf die Geschä^tsfüh.rung übertrug, hatte sich aber durch die Revolutionund die vielen Kriegszüge verloren; ja es hatte sichdurch die Revolution eine gewisse Roheit und Unwis-senheit in allen Verwaltungszweigen der Republikfühl. und sichtbar gemacht, so daß die Minister oft