Staatswirthschast. 409
gen von Qualität, Quantität, Lokale und andernDingenab. Waldtaxation, oder die Bestimmung desgegenwärtigen und lzukünftigen Holzbestandes einesWaldes, aus welcher zunächst der nachherige Ertragdes Waldes ausgemittelt werden kann. Ohne einesolche Taxation kann keine sichere ForstwirtschaftStatt finden. Die Vermessung und Einteilung derSchläge nach Quadraten geht derselben voran. Eingeübter Forstmann soll in einem Jahre 30,000 Mor.gen schätzen, 15,000 aber vermessen, abschätzen undeintheilen können. Die Forsttaxation enthält folgendeArbeiten: 1) Anfertigung von Bestondskarten, 2) derAbschätzungsregister, 3) der Rekapitulationen, 4) derHauptnachweisung des Ertrags, 5) der Beschreibungeines jeden betaxirten Forstes, und 6) eines Tagebuchswährend der Arbeit. DaS Alter der Vollkommenheiteiner jeden Baumart ist der Zeitpunkt zu ihrer vor-thcilhaften ökonomischen Benutzung auf Brennholz.Bei reinen Laubhölzern muß berücksichtiget werden:die prädominirende Art und der Bedarf, woraus sich ent-scheidet, ob der Wald aus Baumholz von 40 — 200,oder auf Schlagholz von 15 — 40, oder auf Busch-holz von 8 — 12 Jahren in Ertrag gestellt werdensoll. Nadelhölzer sind sämmtlich aufBaumholz zu zie-hen. Bei Forstschätzungen in Absicht des Waldver-kaufs oder dessen Vertauschung kommt in Betracht:1) die Art des Eigenthums; 2) der Grund und Bo-den; 3) die Holzbestände; 4) die Nebennutzungen;5) der jährliche Holzertrag; 6) die Kosten der Regie;7) die Abgaben; 8) der reine Ertrag; 9) dessen Re-duktion auf Geld, und 10) die Konjunkturen, nachwelchen die Zinsen zu Kapital zu machen sind. BeiSchätzungen, die zur Systematisirung der Wälder vor-genommen werden, sind die Blößen nicht zu berück-sichtigen; aber hier müssen sie angeschlagen werden.Verhältniß des Brennstoffs bei verschiedenen