410 Staatswtrthschast.
Holzgattungen. Nach den Versuchen der Preuß. Berg-werks- und Hütten-Administration ist das Verhältnißder Brennhölzer zu einander, so bestimmt worden:142 Klafter Eichen sind an Kohlen — 145 KlafterBuchen — 152 Kienen — 155 Birken — 161 Fich-ten — 189 Estern. Forstumtrieb oder Tur-nus. Bei der Eintherlung der Forsten in Reviereund Schlage, holzt man jährlich aus so viel Schlägen,als man Reviere hat. Im haubaren Holze wird solange geschlagen, bis die zweite Klasse, das angehendeHolz, Haubar wird, und in den Turnus kommt. Wenndie erste Klasse nicht hinreicht, so muß die zweite zu-gleich mit angegriffen, und die Bauhölzer der ersten soviel, als möglich, geschont werden. Reinen Elchenhoch-wäldern giebt man eine Turnus von 200 bis 250Jahren; man legt vier bis fünf Schläge in Schonungund greift sie zugleich an, haut nämlich dunkel vor,und dann immer lichter und lichter, bis sie ganz ge.räumt sind. Bei Buchenhochwaldungen ist der Tur.nus auf 100 bis >20 Jahre zu sehen, und die Wirth-schaft wird wie bei Hocheichenwaldungen geführt. Eschenund Ulmen erfordern 70 Jahre bis zum hochstämmi-gen Nutz- und Klasterholz. Birkenwälder können ingutem Boden, und da, wo man einen Stockausschlagzu erwarten hat, als dreiundzwanzigjährigeö Schlag-holz benutzt werden, sonst müssen sie aus <L>amen zuvierzigjährigem Baumholze gezogen werben. Bei ge-mischten Hochwaldungen wird bei der Emtheilung nurauf die dominirende Holzart Rücksicht genommen.Kiefernwälder sind in 120 bis 140jährigenTurnus zusetzen; es werden immer drei Schläge angegriffen,in welcher Zeit der natürliche Anfing bewirkt ist.Weißtannen werden in 100 Jahren zu extra starkenHölzern, in 80 zu Brennholz. Die Schläge werdenw>e die Kiefernschläge behandelt, nur werden sechsSchläge zugleich angegriffen, weil die Tanne anfangs