Staaswirthschast. 427
erfordert; dann der nach den Grundsätzen der Doci-masie und nach richtigen Versuchen dem jedesmaligenEisensteine entsprechenden Zuschläge, ferner der Stein-ober Holzkohlen. Man muß hierbei auch noch beson-ders Bedacht nehmen, die Bewegungskräfte, welchebei einem solchen Werke erforderlich sind, daß ganzeJahr hindurch in seiner Gewalt zu haben. Das Roh-eisen wirb gewöhnlich in Hochöfen erzeugt, aber auchhier und da in Blauöfen. Die Haupliheile des Hoch-ofens sind: Die Gicht mit dem Gichcmantel, derSchacht, die Rast, das Gestell, die Form, der Tüm-pel, der Schlackenherd, der Kernschacht, Rauchschacht,das Rauchgemäuer, wozu auch noch das Gebläse ge-hört, welches entweder durch Wasserräder oder Dampf-maschinen getrieben wird. Die vorzüglichsten Ge-bläse sind: das Engländische Cylindergebläse mit ge-gossenen und gebohrten Cylindern und luftdichten Kol-ben; wenn es aber gleich das ausgiebigste und dauer-Hafteste Gebläse ist, so ist doch dessen Anschaffung, derdamit verbundenen Kosten und Schwierigkeiten we-gen, in den meisten Gegenden nicht anzurathen. Dashölzerne Kastengebläse, nach Art des erwähnten Cy-lindergebläses wirkend, nur wegen der unvermeidlichenOeffnungen an den Wänden nicht so wirksam, auchhäufigern Reparaturen und öfterm Nachschössen aus-gesetzt; die Liederung wird dabei vorzüglich durch dieFederleisten erhalten. Das Baderische Was-sergebläse, wobei auf eine sehr sinnreiche Weise die zu-sammengepreßte von der äußeren Luft durch Wasserabgesperrt wird rc. Die Haupttendenz bei der Berei-tung des Roheisens muß allemal dahin gehen, dasProzent des Eisens aus dem Eisensteine zu vermehren,undbenKohlenaufwand zu vermindern, wobeijedoch dieQualität des Roheisens mit berücksichtiget werdenmuß, welches vorzüglich in weißes, graues und schwar-zes eingetheilt wird. Genau geführte Tabellen über