428 Staatswirthschaft.
Erz, Kohlen und eingeblasene Luft mit Berücksichtig.qung deren Temperatur, Erpansivkrast und kubischenGehalts müssen endlich den fleißigen und geschickten Di.rektor eines Hochofens zu wichtigen Resultaten führen.S. auch den Art. Roheisen, Th. 126, S. 470u. f. — Die Schmelzstahlerzeugung. Hierbeitreten ähnliche Rücksichten ein, als bei der Erzeugungdes Roheisens, da der Rohstohl aus Stahlsteinen aus-geschmolzen wird rc. S. unter Stahl und Stahl,bereitung. — Die Kupfererzeugung. Hierzuwird die leichte Herbeischaffung von Kupfererzen, vonBrennmaterialien, und bei silberhaltigen Erzen die Bei-schaffung von Bley erfordert. Die Art, das Kup-fer aus den Erzen zu gewinnen, hängt wesentlich vonder Qualität der Erze ab. In dieser Hinsicht zerfälltdie Gewinnung des Kupfers in folgende Gattungen:Kupfergewinnung aus Erzen mit oxidirtem Kupfer;Kupfergewinnung aus Kupferkiesen, und Kupfergeswinnung aus silbechalkigrii Kupfererzen. Siehe denArt. Kupfer, Th. 55 und 56. — Die Zinnerzeu,-gung. Hierzu ist gleichfalls die leichte Herbeischaf,fung der Erze, der Zuschläge, gewöhnlich des Kalks,des Brennmaterials erforderlich. Das Zinn wird ge-wöhnlich aus den Zinnerzen durch Schmelzen in nie-drigen Schachtöfen unter einer Beschickung von Kalkgewonnen. Das zuerst erhaltene Rohzinn, welchesgemeiniglich noch Bley und fremde Bestandtheile insich enthält, muß durch Schäumen ».Absonderung derZinnkreße gereinigt werden, wo dann das geläuterteZinn, entweder zwischen dünne Steinplatten, oder inandere Formen gegossen wird. S. den Art. Zinn, inZ. — Die Bleyerzeugung kann gleichfalls da be-trieben werden, wo das Erz und das zum Schmelzennöthige Brennmaterial leicht herbeigeschafft werdenkann, und bei silberhaltigen Bleyerzen auch die Herd-asche. Die Bleygewinnung theilt sich vorzüglich in