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halten, welches über dem Sengofen geschieht, indemmittelst zweier Walzen der Zug schnell und behutsamdurch einen glühenden metallenen Cylinder gezogenwird. S. auch den Art. Bleichen, Th. 5, S. 723.— Färberey und Druckerey der Zeuge.Hierzu wird ungefähr dasselbe erfordert, als zu denBleichanstalten; dann aber noch eine ausgebreiteteHandelsverbindung, um sich von allen Seiten her mitBerücknchtigung der Handels-Conjunckuren, die be.sten, ächtesten und wohlfeilsten Farbematerialien, Beitz-mittel, und die einem großen chemischen Laboratoriumunentbehrlichen Utensilien und Reagenzien zu verschaf-fen. Der Direktor einer großen Färbe- und Druck-anstalt muß daher nichtgewöhnlicheAnlagen, gute cheo-retische und praktische Kenntnisse, und eine seltene Um-sicht besitzen, wodurch er jeden, auch den kleinsten Um-stand in der Nähe und Ferne zum Vortheile des ihmanvertrauten Werks benutzen wird; besonders muß erin Hinsicht der Farben-, überhaupt der Chemie sehr guteKenntniß besitzen, um diese ober jene Farbe oder far-bendes Pigment mit Vortheil anzuwenden, und wo esvielleicht einmal nicht geräch, die Farbe durch chemi-sche Mittel umwandeln oder verändern zu können, sodaß die Waare dadurch nicht verdorben ist. Bei derFärbekunst kommt daher Alles auf die Festfärbung derStoffe an. Ein Stoff ist nämlich festfarbig, wenndie chemische Eigenschaft seiner Oberfläche in Rück-ficht des VerschluckenS farbiger Strahlen durch allejene Umstände, in welche der Stoff nach Maaßgabeseines Zwecken kommen wird, keine Veränderung er-leidet. Die Fest- oder Aechtfärbung besteht also darin,daß der Stoff durch Waschen, Licht, Luft, Regen,Hitze und Kälte an seiner Farbe keine Veränderungerleidet, wenn er gleich, mit gewissen Säuren behan-delt, oder auf irgend eine Art chemischen Einwirkun-gen künstlich ausgesetzt, seine Farbe ändert. Das Fest-