444 Staatswirthschaft.
Lruckerey, welche Letztere zum Zwecke hat, jene Stellenzu bedecken, welche weder von Farbe, noch von Beiheangegriffen werden sollen. S. unter blaue Lein«wand, Leinwanddruckerey, Th. 5, S. 617u. f.; unter Kattun, Th. 36; Leinwandfärbe-rey, Th. 76. In der Färberey ist es ein erwiesenerErfahrungssatz, daß vegetabilische Stoffe weit schwererzu färben sind, als animalische. — 7) Gewerbe,wozu vorzüglich die Hände gebraucht undwozu auch die müßigen Stunden des Land-volks benutzt werden können. Das Spin.nen der Schafwolle, des Flachses und der Baum-wolle, welches sehr wichtig in der Staaiöwirthschaftist, indem damit, außer der Beschäftigung der geringenund armen Leute in den Manufakturen der Städte,auch die Landleuke im Winter beschäftiget werden kön-nen. Spinnanstalten sind vorzüglich wohlthätig inGebirgsgegenden, wo die Bevölkerung gewöhnlich ge-gen den Ackerbau in einem zu großen Mißverhältnissesteht, als daß sie ihren ganzen Erwerb aus dem Bodenziehen könnte. Freilich ist jetzt auch dieser Erwerbs-zweig durch die vielen Spinnmühlen rc. geschmä-lert, ja fast ganz, was Baumwolle und Wolle an-betrifft, den Händen entwandt worden, indessen giebtes doch noch hin und wieder Gegenden, wo dieSpinn-mühlen diese Handarbeit nicht ganz verdrängt haben.Man hat es jetzt in der Maschinenspinnerey sehrweit gebracht, besonders in den Spinnmühlen fürBaumwolle, wovon das festgedrehete Watertwist unddas so äußerst fein gesponnene Mulltwist Beweise lie-fern. Die Hauptarbeiten in einer solchen Spinn-mühle sind: das Klopfen der Baumwolle, um sie vonden Hülsen und Unreinigkeiten zu befreien; deren Be-handlung auf den Kardätschmühlen, ferner auf denVorspinnmaschinen, und bann zuletzt auf den Spinn-