Staatswirthschaft. >481
und Schafzucht, Th. 138 und 139. — Mit Krappoder Röche, Waid, Cichorien, Tabak, Wachs undHarz wirb auch ein nicht unbedeutender Handel ge-trieben, der für mehrere Staaten sehr wichtig ist; s.diese Artikel oben unter den Gewerben, S. 420 u. f.— Im Viehhandel zeichnet sich besonders derPferdehandel aus; indessen muß derselbe mit vie-ler Vorsicht, hauptsächlich beim Einkaufen der Pferde,betrieben werden. Es gehört dazu viele Uebung undganz eigene Kenntnisse, besonders von den Roßtäu-scherkünsten, womit nicht nur die Pferdehändler, son-dern auch vorzugsweise die Pferdemäkler Bescheidwissen; denn bei keinem Handelsartikel findet wohlmehr Betrug Statt, als bei diesem. S. den Art.Pferd, Th. 110, und Pferdehandel, Th. 111,S. 27 u. f. Im Handel wird das Arabische Pferdals das edelste oben angestellt, dann kommen dievon diesem abstammenden Engländifchen Racepferde(klooll-ltorso), welche sich durch einen ganz eigenenkräftigen und muskulösen Bau, durch einen eigen-thümlichen Gang, durch geraden Schaft u. Hals rc.auszeichnen. Sehr vorzügliche Pferde liefern auch dieGestüte von Meklenburg, Holstein, Hannover, Jülland,Jeverland, jeht auch Preussen rc. Auch unter denSpanischen Pferden findet man vorzügliche Racen.Unter den Französischen verdienen hauptsächlich dieNormandö und Limousins aufgezahlt zu werden. Un-garn, Siebenbürgen, Polen, die Moldau und Wal-lachei liefern vorzüglich gute Kavallerie-Pferde, bersonders für die leichte Reiterei, Husaren, Ulanen rc.Man denkt jetzt in den meisten Staaten nur darauf,die eigene Zucht der Pferde auf jede nur möglicheWeife zu befördern; daher hat man auch in Preußenund in den andern Deutschen Staaten Pferderen-nen eingerichtet, welche jährlich zu bestimmten Zeitenabgehalten werden, um hier durch Preisvertheilun-<vec. rechn. Enr. Th. H h