üL0 Staatswirthschaft.
führten drei Benennungöarten in sich vereiniget, alsoder eigentliche Fisch ist, beschäftiget viele Menschen.Der Stockfisch ist nämlich der getrocknete oder ge-dörrte Kabeljau oder Kabliau, welcher frisch zwischendem 44 und 66 Grad der Linie gefangen wird, undbesonders in großer Menge und Güte an den Küstenvon Terre neuve, an der großen Bank und den InselnSt. Pierre und Miquelon; und da dieser Fisch, umden Stockfisch daraus zu machen, nur an der Sonnegetrocknet werden kann, so gehen die Schiffe auf die-sen Fang im März oder spätestens zu Anfange desAprils aus Europa ab. Zur Zubereitung des Klipp-fisches muß dieser Fisch drei Tage im Salze gelegenhaben, dann wird er abgespült, gesäubert und zumTrocknen ausgelegt. Dieses geschieht besonders inJßland und Hittland, und der Laberdan ist der ge-salzene Kabeljau, der gleich nach dem Einsalzen inTonnen gepackt und ausgeführt wird; s. den Art.Kabeljau, Th. 32, S. 6u. f., wo die verschiede-nen Bereitungsarten dieses Fisches vorkommen.Man erhält diese Waare vorzüglich aus Holland,Dänemark, Norwegen, Nordamerika, Newfoundland.Deutschland bezieht sie hauptsächlich aus Holland,Hamburg und Altona. An diesen Orten wird dieserArtikel gewöhnlich nach seiner Weiße, Fleischigkeitund sonstigem Ansehen sortirt. Man hat von demStockfische drei Sorten: Langfisch, Rundfisch u.Kurz fisch, wovon die Erste die beste, und die Lehtedie schlechteste ist. Die Inländische Waare wird inFlach- oder Plattfisch erster und zweiter Sorteunterschieden. So kommen auch die BenennungenHangfisch und Rothschär vor. — Auch derLachs giebt einen wichtigen Handelsartikel ab, indemer sowohl frisch, als auch geräuchert und ge-lt ö kell in den Handel kommt. Der Rheinlachs istfetter, als der Elb- u. Weser lachs, und diese drei