S3L Staatswirthschaft.
und südlichen Europa, besonders in Portugal, Spa-nien, Italien und Frankreich mehr verbraucht, als imnördlichen, obgleich sein Verbrauch in Deutschlandauch nicht geringe ist. Man unterscheidet im Handelvon dieser Waare sieben Gattungen, nämlich: Carra-cas, Goyaquil, Maranhao, Berbice, Surinam, Ca-yenne und Martinique, von welchen Gattungen nurder von Carracas und Martinique in den Handel vonDeutschland kommen. Diese Waare kommt sehthauptsächlich über England, Frankreich und Hollandin den Handel der übrigen Staaten. Früher ver-schrieb man den Carracas- und Goyaquilcacao vonCadix und St. Sebastian, und den Maranhao vonLissabon; da aber in neuester Zeit sich aus dem Spani-schen Amerika eigene Freistaaten gebildet haben, u. auchBrasilien vom Mutterlande, Portugal, getrennt wor-den ist, so geht der Handel von diesen Theilen Ameri-kas jetzt grüßtentheils durch die Hände der Engländer.Deutschland zieht diese Waare hauptsächlich überHolland und Hamburg. Der Cacao ist noch durchkein Surrogat ersetzt worden, ja sogar hat man dieCacaoschaleu, welche nach dem Brennen des CacaoSdavon abgehen, zu verschiedenen Zeiten, als der Kaffeegestiegen war, als Surrogat desselben angewendet, undsie zum Kompositionskaffee benutzt. Auch kommendie Cacaoschalen von Triest, Livoruo und Genua inden Handel, und werden zu Getränken benutzt. S.auch den Art. Cacao, Th. 7, S. 502 u. f. — DerPfeffer kommt aus Ostindien, besonders aus Ma-lacca, Java und Sumatra, wo er mit großem Fleißegebauet wird, über Holland in Säcken von 400 Pfd.und darüber zum Handel. S. auch den Art. Pfef,fer, Th. 109, S. 529 u. f. — Das EnglischeGewürz oder Piment kommt aus dem ehemaligenNeuspanien, den Antillen, vorzüglich von Jamaika inTonnen von ungefähr 6 EngländischenCentnern durch