Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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Staatswirthschaft. 9LS

der van einem Baume auf den Antillen, besonders aufSt. Domingo, Guadeloupe und an andern Ortenhäufig wächst; allein er wird nicht so gesucht* als dieandere Waare, obgleich er einen schönen Geschmackund guten Geruch hat, und daher zur Würze derSpeisen und zur Destillation sehr gut angewendetwerden könnte; so wird er größtentheils bei uns inden Apotheken verbraucht, und uur hin und wiederzumAbziehen berBranntweine.—Die N ä gelein oderGewürznägelein kommen in Gebinden zu 5 bis600 Pfd. von den Molukkischen Inseln durch dieHolländer in den Handel von Europa und zu unsnach Deutschland, und werden in der Küche, in denApotheken und zumAbziehen desNelkenbranntweinö undLiqueurS benutzt; s. den Art. Nagel ein, Th. 100,S. 6Z7 u. f. Zu dem lehtern Gebrauche bedientman sich auch des NägeleinholzeS, Nelkenholzes oderZimmetes, welches von Ceylon in Ostindien, aber auchvon Jamaikq, Cuba, Guadeloupe rc. in Westindiendurch die Holländer und Engländer nach Europa undzu uns gebracht wird. Auch dient diese Rinde zurVerfälschung der gestoßenen Nägelein, weil sie einenscharfen und gewürzhaften Geschmack und Geruch wieNägelein hat. — DieM uskatblumen und Nüssekommen gleichfalls von den Molukken durch die Hol-länder nach Europa. Erstere in Sockeln oder Matrtenkörbrn zu 160 Pfd., und Letztere in Tonnen zu600 bis 700 Pfd. am Gewichte. Die HolländischeKompagnie liefert auch frisch eingemachte Muskat,nüsse, so wie Macisblumen- und Nußöl in den Han-del. S. auch den Art. Muökatenbaum, Th. 98,S. 657 u. f. — Den Cardamom bringen die Hol-länder und Engländer von der Malabarischen Küste,dann von Java und Ceylon in den Europäischen Han-del und bei uns nach Deutschland. Die geschätzteWaare ist die Malabarische, welche aus kleinen Kör.