Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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536 Staatswirthschast.

'U nern besteht; dann folgt die von Java, welche Körnervon mittlerer Größe hat, und 10 bis 12 Przt. weni-ger gilt, als die vorhergehende Sorte, und dann folgtder lange Cardamom von Ceylon, welcher nicht halbso viel, als der zuletzt genannte Javanische gilt. Mangebraucht den Kardamom in den Apotheken, Zucker-bäckereyen und zum Abziehen der feinen Branntweineoder Liqueure. Die Malabarische Waare kommt inKavelings von zwei Kisten, jede zu 270 Pfd. eireg;die Javaische in zwei dergleichen von etwas größeremGehalte, und M Ceylonische in Kavelings zu vierKisten vdM ungefähr 700 Pfd. Gewicht. S. denArt. Cardamome, Th. 7, S. 649 u. f. Für allediese Gewürze hat Man keinen Stellvertreter bis jetztauffinden können. — Die Vanille oder Vanille,welche aus Südamerika und den Westindischen In-seln von den Franzosen, Engländern und Holländernnach Europa in den Handel gebracht wird, kommt inBündel von 20 bis 100 Schoten vor, welche mitdünnen Bley. oder Zinnblechen umschlagen, in gutverklebte Kisten gepackt und so versandt werden.Man bezieht diese Waare, welche in den Apothekennur wenig, aber um so mehr zur Chocolade, zu denLiqueuren, Bonbons rc. gebraucht wird, über Ham-burg von den eben genannten Völkern. Jedes Päck-chen von 50 Schoten oder Stangen muß 5 Unzenschwer seyn. — Die Cochenille, kleine getödleteund gedörrte Insekten, welche eine schöne karmoisin-rothe Farbe geben, und zum Färben des ächten Kar-moisinroths, des Purpurs rc., und auch zur Bereitungdes Karmins und anderer rothen Malerlacke dienen,kommen aus Mexico in Suronen von 200 Pfd. durchdie Spanier, Engländer und Holländer in den Han-del. Man bezieht sie jetzt sehr Vortheilhaft von Lon-don über Hamburg, früher von Cadix, als die Spa-vier noch im Besitze ihrer Amerikanischen Kolonien