Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
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SLO Staatswirthschaft.

Zeit sehr im Rufe; allein seit einiger Zeit treten auchdie Deutschen Glaöwaaren mit ihnen in Concurrenz.Wenn gleich die Böhmischen immer schon einen ge.wissen Ruf genossen, so standen sie doch in dem feinenKrystallglase den Engländischen rc. nach. Die vor-züglichsten Glashütten befinden sich in England umLondon, Liverpool, Bristol und Newcastle, welche ingroßer Menge Tafelglas zu Spiegeln und zu Fensternder Gebäude und Kutschen liefern; dann weiße Trink-geschirre, Kronenleuchter, Wandleuchter, Aufsätze,Gläser zu optischen und mathematischen Werkzeugen rc.Von diesem und dem Französischen Scheibenglasegehen viele tausend Körbe und Kisten nach den Deut-schen Seestädten, nach Portugal, Westinbien rc. Invorzüglicher Güte liefern die Engländischen GlaShüt-ten daS sogenannte Flink, oder KronenglaS. Die vor-nehmsten Glashütten der Engländer sind in Sussep,Sommersek, Worcester, Nottingham, Northumber-land, Pork, Midlesex und Gloucester. Ihr Hohlglas,besonders Trinkgläser, Flaschen, Becher, Vorlagen,Geschirre und Werkzeuge für die Apotheker undScheidekünstler, ihre Bouteillen von feinem Glase,Wandleuchter, künstliche Krystalle, Uhrgläser, Augen-gläser, optische und andere Gläser werden zu London,Bristol, Scurbridge, Nottingham, Sheffield undNewcastle gemacht. In London findet man großeNiederlagen von Glaswaaren aller Art, von wo aussie auch größtentheilö nach dem Festlande, und nachden Kolonien verschickt werden. Frankreich hat seineNiederlagen von Glaöwaaren und Gläsern aller Artin PariS und Strasburg. Die Krystallgläser werdenbesonders zu Monkmirail in Perche, Porcieux beiMirecourt; andere Gläser und Glassachen zu St.Quirln, Bois de Röche rc. gemacht. In Deutschlandhaben Wien und Berlin die größten Niederlagen vonGlaöwaaren mit geschliffenen Gläsern aller Art, welche