S3S Staatswirthschaft.
Verlagen. Diese verpacken die feinen und geschliffenenGlaöwaaren aller Art auf Bestellung in Kisten, undverschicken sie zur Fuhre oder zu Schiffe, je nachdemeö ihnen von dem Besteller aufgetragen worden,oder sie es selbst nach der Wohlfeilheit der Frachtfür gut finden. Was die Spiegel rc. betrifft, sosehe man darüber den Art. Glas, oben, S. 529 nach.
-— Der Handel mit Spielkarten ist in einigenStaaten, wie z.B. in Preußen, in so fern beschränkt,daß das Fabrikat ein Monopol der Krone ist, undalle Kartenfabriken im Lande ihr Fabrikat für einengewissen Preis in die Staatö-Stempel-Magazine lie-fern müssen, worin jedes Spiel mit einem Stempelversehen wird. Den Hauptdebit des Fabrikats hatder Staat, welcher den einzelnen Debit mehreren Kauf.leute gegen gewisse Prozente übertragt. Fremde undungestempelte Spielkarten find daher in denjenigenLändern, wo der Handel damit der Regierung zuge-hört, verboten, und bei uns in Preußen bet lOORthlr.Strafe für jedes Spiel. Man hat Spielkartenfabri-ken in allen Gegenden Deutschlands, die dieses Fa«brikat in den Handel liefern, namentlich in Berlin,BreSlau, Leipzig, Hamburg, Lübeck, Kassel, Wien,München, Nürnberg, Frankfurt am Main, Hanno-ver rc. rc., welche das meiste von dieser Waare in denDeutschen Handel liefern; indessen kommen auchfremde Karten, vorzüglich Französische und Holländi-sche darin vor, sowohl diese, als auch die England!«sehen sollen in Hinsicht der Glätte, Weiße, Leichtig»keit und Kernhaftigkeit, so wie des Druckes, den Vor-rang behaupten, besonders sollen in Belgien die Brüß-ler Spielkarten eine vorzüglich gesuchte Waare seyn.Unter den Oesterreichischen Fabrikaten dieser Art sol«len die Linzer Spielkarten den Vorzug verdienen, vondenen viele noch bis nach dem Befreiungskriege 1815nach Polen gingen. Ein MehrereS hierüber kommt