Staatswirthschaft. 379
Art, als Mantel, Ueberröcke, Fracks oder Leib.rpcke,Westen und Beinkleider in den Handel liefern. Er-stere in allen Farben, und Letztere in allen Zeugen.Der Kleiderhandel geht vorzüglich von England, Ir-land und Holland aus; denn diese Länder schickenganze Schiffsladungen von leinwandnen und wolle-nen Kleidern für die Seeleute, Matrosen und Reisendenach Amerika. Sie bestehen in Regenmanteln, Ka-pucröcken von grobem Tuche, Filze, Frieße oder ordi-närem Siamoisezeuge, gestreiftem Rouenschen Lin-nen oder sonst einem ähnlichen Gewebe gemacht; Ue-berröcken, Kamisölern mit Ermeln, CoathingS, Jacquet-ten, langen Hosen rc. Vorzüglich wichtig für denWaa-rcnhandel sind auch die fertigen wollenen Beinkleider,welche von Salonichi zu vielen Tausenden nach allenGegenden der Türkey, der ganzen Levante rc. ausge-führt werden, und dann die Hosen von Rouenlinnenfür die Neger und Schifföleure, welche bei Ausrüstungennach Afrika, Indien und Amerika einen Hauptartikelvon Bedeutung abgeben; dann auch noch die seide-nen gestrickten oder gewirkten Beinkleider, welche Ge-nua, Neapel und andere Orte in Italien häufig nachSpanien liefern, und bann auch nach den Freistaa-ten von Südamerika. Auch Holland und Englandbringen gestrickte Beinkleider von Anjorahaar in denHandel. Dieser Handel mit Kleidern nach den Ko-lonien hat zu den stehenden Kleidermagazinen in Lon-don, Amsterdam, Paris rc. Veranlassung gegeben, sodaß man die elegantesten Niederlagen von Kleidernnach den neuesten Moden-Journalen und geschmack-voll gearbeitet in allen modernen Zeugen in den ge-nannten Städten antrifft, und so auch in Deutschlandzu Berlin, Wien, Hamburg, Bremen, Lübeck, Dres-den, Leipzig, Erfurt, Frankfurt am Main, Hannoverund in mehreren anderen Städten, und nicht nur fürHerren, sondern auch für Damen, so daß dieser In-
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