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dustriezweig sehr bedeutend geworden ist, und vieleMenschen in diesem Zweige beschäftiget. Die Da-. rNen- oder Frauenkleider theilt man in Winker-und' -Frühlingsmänkel in allen modernen Zeugarten, sowohl^ in Wolle, alsBaumwolle, Seide und gemischt in die-^ sen Produkten. In Paris findet man gestickte Da-menkleider mit reicher Brodirung aufSammet in ver-schiedenen Farben, Gros de Naple, Atlas oder SatinGrec mit Skickereyen,- welche Waare Paris undLyon nach Spanien, Italien und nach dem Norden- schicken. Ferner fertige Kleideranzüge für Damen,als Negliges, Deshabilles, Roben, Enveloppen rc>,welche Pariö, Lyon, Brüssel, Wien rc. liefern; dannOstindische Frauenkleider. Dieser Handel mit neuenKleidern hak zu den alten Kleiderhandel, zu dem Han-. del mit alten getragenen Kleidern Veranlassung gege-ben, oder ihn doch wieder lebhafter hervorgerufen,wenn er auch schon lange von den Jsraeliten getriebenworden ist, besonders aus Deutschland nach Polen,Schlesien rc. Holland treibt einen alten Kleiderhan-del mit dem südlichen und westlichen Deutschland.Man bringt hiervon jährlich viele hundert Kisten zumHandel. Daß bei diesem Handel nicht auch manche-gegriffene Gut mitgeht, mit ausgeführt wird, wirdwohl Niemand bezweifeln, da dieses der beste Weg iß,dieses Gut mit fortzubringen. Von den neuen Klei-dern werden auch starke Versendungen nach den Meß'örtern zur Meßzeit gemacht. — Auch mit fertigenHemden wurde noch vor der Invasion der Franzo-sen ein bedeutender Handel getrieben, besonders vonSchlesien aus, worin Schmiedeberg, Landshut,Hirsch-berg und mehrere Orte im Schlefischen Gebirge sichin diesem Fabrikate auszeichneten, und davon ansehn-liche Versendungen nach Spanien und-dem damaligenSpanischen Amerika, nach Portugal und Italienmachten; nur nach England und einigen anderen