Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
582
JPEG-Download
 

282

Staatswirthschaft.

eine Menge von diesen Waaren in den Handel und aufdie Messen bringe», und auch viele Menschen beschäf-tigen, da sie die Schuhe, Stiefeln, Socken oder Pam-puschen rc. bei armen Meistern, auch Gesellen, welcheeinen eigenen Herd haben, verfertigen lasten. Auchdiese Schuh» und Stiefelmagazine sind eine Nachah-mung der Engländischen und Französischen Maga-zine zu London und Paris. Sie liefern alle Artenvon Damenschuhen in Wolle, Baumwolle, Seide,Sammet und in Leder, sowohl Corduan, als Maroquinund gewöhnlichem Kalbleder. Bedruckte auf Tapisse-rie Art und auch ganz glatte Zeugstiefeln in allen Far-ben in Seide, Wolle und Leber, Morgenschuhe mitTapisserie Arbeit und waktirt, waktirte und mit Pelzbesetzte Winterschuhe und Schnürstiefeln, Pariseroder Pampuschen für Damen; dann für HerrenSchuhe von Kalb» und Rehleder zum Binden undSchnallen, Stiefeln aller Art, auch von Gemsenleder,Schnürstiefeln, Gummi Elastikumschuhe, Ueberschuhe,Peljstiefeln,Wasserstiefeln,Hausstiefeln von Saffian rc.Von Berlin und Breslau aus werden eine großeMenge der eleganten Schuhe und Stieseln für Her-ren und Damen noch allen Provinzen der Monarchiegeschickt, und auch darüber hinaus in die benachbartenStaaten. Minder elegante und haltbare, aber auchnach moderner Fatzvn angefertigter Schuhe, Stieseln,Pantoffeln rc. für Männer und Frauen zu einemniedrigern Preise, bringen die Schuhmacher aus denkleinen Städten auf die Jahrmärkte und Mesten dermittleren und großen Städte in großer Menge, diedaselbst reichlichen Absatz finden; auch versorgen ßeLanfit die Händler dieser Waare in den großen Städ-ten; denn was sie auf den Märkten nicht absetzen, wirdvon diesen gewöhnlich angekauft. Erfurt führt eineMenge Schuhe und Stiefeln auö, auch findet mandaselbst große Magazine dieser Waare. Wien schickt