Staatswirthschaft. 383
eine große Menge Frauenschuhe von Leder und Sei.denzeug nach Polen, Rußland und der Türkey —Die Pinselfabriken, welche für Maler, Jllumi-nirer, Architekten, Anstreicher, Vergolder rc. die Pin-sel von mancherlei Haaren und Borsten liefern, brin-gen auch eine große Menge dieser Waare in den Han-del. In Deuischland liefern diese Pinsel in vorzüg-licher Güte Berlin, Wien, München, Augsburg undNürnberg, besonders sind die drei ersten Städte darinberühmt, daß sie Pinsel aller Art, sowohl von Haaren,als feinen Borsten, liefern. Wien und Münchenmachen damit auch bedeutende Geschäfte nach demAuslande. Unter den Artikeln dieser Art der Franzö-sischen Fabriken zeichnen sich diejenigen von Straß-bürg, Paris und Lyon aus, besonders sind die Bor.stenpinsel der zuletzt angeführten Stadt im Rufe, undgehen nach England, Italien, Spanien, Deutschlandund nach andern Staaten; denn trotz der vielen Verrsuche, die man auch in Deutschland gemacht hat, diesePinsel nachzubilden, so hat man es doch nie dahinbringen können, ihnen diese Biegsamkeit zu geben,welche die Lyoner Borstenpinsel so sehr auszeichnen,daß man sie gleich den Haarpinseln in der Oelmalereigebrauchen kann. Die großen Borstenpinsel für dieMaurer rc. liefern die Bürstenbinder. S- auch denArt. Pinsel, Th. 113, S. 94 u. f. — Federfa-briken, außer den schon oben, S. 485, erwähntenSchreibfedern, sind hier noch zu erwähnen: die Stahl-schreibfedern, von denen es Fabriken in London,Paris, und bei uns in Deutschland in Hamburg giebt.Die Londner Fabriken schicken ihr Fabrikat nachDeutschland, der Schweiz, Dänemark, Schweden,Rußland, Polen rc. in den Handel, und die Ham-bn.rger Fabrik hält Niederlagen zu Berlin, Leipzig,Jtzehoe im Holsteinischen, und an andern Orten. DieVersuche mit der Stahlfedecfabrikation, die früher in