Band 
Hundert sechs und sechzigster Theil, welcher d. Art. Staatsverwaltung bis Staatswirthschaft enth.
Seite
597
JPEG-Download
 

StaatswLrthschaft. 397

nauigkeit gearbeit seyn könne, als wenn es einzelneMeister verfertigten, die dann für die Genauigkeit,Haltbarkeit und Schönheit des Fabrikats einstehenmüßten. In den Fabriken habe Jeder die Auswahl,indem ihm die Sachen in Menge vorgestellt würden;er könne daher hier selbst wählen, und da es dem Fa-brikate an äußerer Politur, äußerer Nettigkeit nichtfehle, und der Käufer doch nicht bis in das kleinsteDetail daö Fabrikat untersuchen könne, so würde erdurch das Aeußere und durch den wohlfeilen Preis be,stachen es zu kaufen, und entdeckte dann erst die Män-ge! desselben beim Gebrauche, tröstete sich dann aberdamit, daß es wohlfeil und ein Fabrikat sey, bei demman nicht immer so genau in der Arbeit verfahrenkönne, als wenn man es bestellte, bei einem Meistermachen ließe, welcher für die Güte und Dauer einste-hen müsse; und man kaufe denn doch zum zweitenMale wieder ein Fabrikat, mit der klugen Vorsicht, dieentdeckten Mängel des vorhergehenden jetzt genauerbeim Ankaufe zu berücksichtigen, um nicht wieder einso Mangelhaftes zu bekommen, und werde vielleichtauch zum zweiten Mals bei aller Vorsicht im Besich-tigen getäuscht, indem sich wieder andere Mängel ent-deckten, und so werde man vielleicht erst dann ganzmit allen Eigenschaften eines FabrikatS vertraut, wennman keinS mehr brauche. Dann drückten auch dieFabriken die Preise so herab, daß der einzeln stehendeArbeiter bei seinem Hausstands, seinen Abgaben rc.nicht bestehen könne und verarmen müsse; denndie Fabrikenbesitzer engazirtcn nur die billigsten Arbei-ter, oft erst aus der Lehre getretene Handwerker, diesich dadurch glücklich fühlten, eine dauernde Beschäf-tigung, wie ihnen daö Versprechen gemacht worden, ineiner Fabrike zu finden, und also hier mit einem weitgeringeren Lohne zufrieden wären, weil sie auf eineFortdauer ihrer Arbeit rechneten, als bei einem Mei«